Unglaubliche leichtathletik-leistung: 90-jähriger giuseppe damato pulverisiert weltrekord!

München – Die Leichtathletikwelt staunt: Giuseppe Damato, ein 90-jähriger italienischer Athlet, hat bei der Maratone in Mailand einen neuen Weltrekord in der Altersklasse M90 aufgestellt. Mit einer Zeit von 4 Stunden 30 Minuten 30 Sekunden ließ er die Konkurrenz weit hinter sich und machte seinem eigenen Anspruch, seinen eigenen Rekord zu brechen, alle Ehre. Ein Triumph, der nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch Lebensfreude und eine gehörige Portion Humor verkörpert.

Ein wettkampf, der schon vor dem start feststand?

Die Erwartungen waren hoch, fast schon erwartungsgemäß. Damato selbst relativierte vor dem Rennen: „Man weiß nie, wie es läuft, wenn man mein Alter hat. Es gibt immer kleine Probleme, ein bisschen was an Knie und Hüfte. Aber ich bin noch hier!“ – Und wie recht er damit hatte. Schließlich hatte er bereits im November einen vielversprechenden Lauf in Turin absolviert, der ihm die Zuversicht gab, den Weltrekord von Antonio Rao (6 Stunden 14 Minuten 44 Sekunden) zu knacken. Der 90. Geburtstag im Januar war der perfekte Zeitpunkt, um den Plan in die Tat umzusetzen.

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Leistung kam von Damatos Enkeln, Siro und Stefano. „Mein Enkel hat mir gesagt, ich würde ihn mit einem Bein besiegen“, lacht Damato. Und tatsächlich, die beiden jungen Sportler, die selbst bereits im Extrembereich aktiv sind – Siro bestritt sogar den Tor des Géants, einem 330 Kilometer langen Berglauf – überzeugten ihren Großvater, nach Mailand zu kommen. Stefano, der bei seinem ersten Marathon überhaupt dabei war, motivierte ihn mit den Worten: „Nichtno, lo batti con una gamba sola!“ (Opa, du schlägst ihn mit einem Bein!).

Ein leben voller sport und genuss

Ein leben voller sport und genuss

Damatos Trainingsplan ist alles andere als gewöhnlich. „Normalerweise 3-4 Mal pro Woche, 10-15 Kilometer wenn ich eine 10-Kilometer- oder Halbmarathon-Distanz vorhabe, 15-25 Kilometer, wenn es auf die Marathon-Distanz hinausläuft. Und dann noch die 9 Kilometer zum Friedhof, zu meiner Frau“, erzählt der 90-Jährige. Seine Ernährung? „Ich esse eigentlich alles“, gesteht er. Der Arzt riet ihm, „die guten Sachen“ wegzulassen, aber das ließ er sich nicht befehlen. Stattdessen bevorzugt er jetzt Käse von Schafen und Ziegen, isst zweimal pro Woche Fleisch – einmal roh, einmal gekocht – und genießt täglich 5-6 Kilogramm Obst, vor allem Äpfel, Bananen und Kiwis. Ein Glas Nebbiolo zum Abendessen, eine Pizza mit einem Bier – das Leben soll schließlich Spaß machen!

Neben dem Laufen betreibt Damato noch Tennis, wenn seine Hüfte ihn nicht im Stich lässt. Und seit 13 Jahren, seit dem Tod seiner Frau, verbringt er die Wochenenden allein in seinem Häuschen im Val Malone, wo er sich um seine Hühner kümmert. „Die habe ich dieses Wochenende zum ersten Mal allein gelassen“, bemerkt er schmunzelnd.

Ein leben zwischen radfahren und boxen

Ein leben zwischen radfahren und boxen

Seine sportliche Karriere begann schon in jungen Jahren mit dem Radfahren. „Ich habe mit 15 Jahren angefangen, mit einem Fahrrad, das ich mir aus Schrott zusammengesetzt habe“, erinnert er sich. Er war erfolgreich im Radsport, gewann sogar ein Rennen, weil die „besten“ fehlten. Doch das Radfahren war nicht alles. Auch Boxen gehörte zu seinem Leben. „Ich habe gewettet, dass ich einen Boxkampf mache, und habe ein Jahr lang trainiert. Ich war in der Fliegengewichts-Klasse“, erzählt er. Und auch hier war er erfolgreich, obwohl er zugab, dass er das Boxen „eher aus Spaß“ tat.

Die Geschichte von Giuseppe Damato ist ein Beweis dafür, dass Alter keine Grenzen kennt. Ein Mann, der mit Humor, Lebensfreude und einer außergewöhnlichen sportlichen Leistung die Welt überrascht hat. Sein Beispiel inspiriert dazu, die eigenen Grenzen zu hinterfragen und das Leben in vollen Zügen zu genießen, egal wie alt man ist.