Undav-poker beim vfb: wehrle deutet zoff mit beratern an!

Stuttgart – Der VfB Stuttgart bangt nicht nur um die ChampionsLeague, sondern auch um seinen Top-Torjäger Deniz Undav. Klub-Boss Alexander Wehrle hat im „SPORT1 Doppelpass“ ein überraschend deutliches Statement abgegeben, das auf mögliche Probleme bei den Vertragsverhandlungen hindeutet. Bleibt der Stürmerstar in der Schwabenmetropole oder wählt er einen Wechsel mit fettrener Ablöse?

Wehrles deutliche worte: „vernünftige berater“ gefragt

Wehrles deutliche worte: „vernünftige berater“ gefragt

Die Situation ist delikat: Undav steht 2027 ablösefrei zur Verfügung, seine Leistungen in dieser Saison – 24 Tore und 13 Vorlagen in 43 Spielen – machen ihn zu einem begehrten Spieler auf dem Transfermarkt. Wehrle betonte zwar, dass der VfB den Angreifer schätzt und ein „wertschätzendes Angebot“ unterbreiten werde, ließ aber auch durchblicken, dass die finanziellen Möglichkeiten begrenzt seien. „Wir haben eben auch die Gesamtverantwortung für den Klub“, so Wehrle, was Raum für Interpretationen lässt.

Besonders pikant: Wehrle sprach von „vernünftigen Beratern“, deutete aber gleichzeitig an, dass diese möglicherweise versuchen könnten, Undavs Wechsel für einen hohen Preis zu arrangieren. „Er wird dieses Jahr noch 30 Jahre alt. Er könnte theoretisch auch sagen: ‚Wir müssen gar nicht sprechen. Ich könnte im Januar irgendwo anders unterschreiben und kriege eine ordentliche Summe an Handgeld.’“, erklärte der VfB-Vorstandsboss. Ein Seitenhieb auf die Berater, die möglicherweise auf einen lukrativen Wechsel drängen?

Der Vergleich zu vergangenen Abgängen sticht ins Auge. Wehrle erinnerte daran, dass der VfB in der Vergangenheit durch Ausstiegsklauseln in Transfersituationen gezwungen wurde, die nicht im Sinne des Klubs lagen. „Vor zwei Jahren hatten wir Ausstiegsklauseln. Da konnten wir nicht viel machen, als wir uns für die Champions League qualifiziert hatten.“ Jetzt sei die Lage anders, der Kader soll zusammengehalten werden. Die Abgänge von Spielern wie Hiroki Ito, Waldemar Anton und Serhou Guirassy im Sommer 2024, gefolgt von Enzo Millot und Nick Woltemade im darauffolgenden Jahr, zeigen jedoch, dass der VfB in der Vergangenheit bereits wichtige Spieler verloren hat.

Der VfB-Boss schien sich zudem über die Bezeichnung „Ausverkauf“ lustig zu machen, die in der Vergangenheit oft mit dem VfB in Verbindung gebracht wurde. Der Tonfall lässt vermuten, dass die Verhandlungen mit Undavs Beratern sich als zäh erweisen könnten. Ob der VfB am Ende die Nase vorn hat, bleibt abzuwarten.

Es ist ein Balanceakt: Der VfB muss Undavs Wertschätzung zeigen, aber gleichzeitig die finanzielle Stabilität des Klubs wahren. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die „vernünftigen Berater“ und der VfB Stuttgart zu einer Einigung kommen.