Undav rettet dfb-team vor blamage – joker-tor in 88. minute besiegelt 2:1 gegen ghana
Julian Nagelsmann atmete sichtbar durch. 88. Minute, 1:1, Stuttgart drohte zu verstummen – dann schlug Deniz Undav zu, verwandelte mit Bauch und Brust, nicht mit Fuß, und schob das Leder über die Linie. 2:1, Endstand, Rettung.
Havertz trifft, woltemade vergibt – und undav wird zum held
Kai Havertz hatte die Deutschen noch vor der Pause per Strafstoß in Führung gebracht, Nick Woltemade ließ zwei Großchancen liegen. Ghana glich durch Issahaku Fatawu aus, der VfB-Stadion wurde unruhig. Doch Undav, erst in der 63. Minute eingewechselt, erlöste mit seinem sechsten Länderspieltreffer das Team – und sich selbst.
Nagelsmann hatte den Stürmer zuvor wieder nur auf die Bank gesetzt, was in Stuttgart für Unmut sorgte. Die Sprechchöre für „Undi“ wurden lauter, je länger das Spiel dauerte. Als er dann doch kam, war die Bühne perfekt: Goretzka verlängerte eine Flanke, Undav nahm die Kugel mit dem Bauch an, drückte sie mit dem ausgestreckten Bein über die Linie – Tor, Jubel, Erlösung.

Die zahlen, die nagelsmann nicht schönreden kann
Die Statistik spricht eine andere Sprache: 75 Prozent Ballbesitz, aber nur zwei Tore. Die Abwehr wirkte gegen Ghanas Konter stellenweise planlos, Schlotterbeck und Sané blieben unter ihrem Niveau. Ohne Wirtz ging nach der Auswechslung kaum noch Idee nach vorne. Die Ghanaer trafen zweimal Aluminium, Fatawu nutzte eine der wenigen Lücken eiskalt.
Nagelsmann muss bis zum 12. Mai seinen WM-Kader nominieren. Undav hat sich mit diesem Auftritt eine Visitenkarte verdient – aber ob es reicht, wird erst in Herzogenaurach klar. Bis dahin zählt nur: ein Sieg, ein Happy End, ein Undav-Märchen. Der Rest ist Makulatur.
