Undav feuert sich mit porto-tor in den wm-tross – nagelsmann muss jetzt handeln
Deniz Undav schießt, der VfB Stuttgart fliegt – fast. Das 1:2 in Porto tut weh, aber es gibt einen, der selbst im Abschieds-Modus strahlt: den einzigen deutschen Stürmer, der gerade vor dem Tor keinen Fehlstart kennt. Sein Kopfball-Kracher zum zwischenzeitlichen Ausgleich war bereits sein dritter Treffer in der Europa League, dazu fünf Assists. 15 Bundesliga-Tore, nur Harry Kane liegt vorn. Die Botschaft ist lauter als jedes Telefonat.

Warum nagelsmann keine ausrede mehr hat
Julian Nagelsmann wollte zu Weihnachten keine Weihnachtsgrüße vom Stuttgarter – inzwischen wäre ein einziges Wort genug: „Dabei.“ Denn wer Kai Havertz, Nick Woltemade oder Niclas Füllkrug nominiert, aber Undav überspringt, der lügt sich selbst an. Die Liga spricht für den 27-Jährigen, die europäische Bühne bestätigt es. Kein deutscher Neuner trifft so konstant, keiner bietet sich so selbstverständlich an. Undavs Torquote pro 90 Minuten liegt bei 0,87 – ein Wert, von dem Tim Kleindienst in seiner besten Saison träumte, bevor ihn die Verletzung stoppte.
Im Rückspiel gegen Porto braucht Stuttgart ein Wunder, aber es hat bereits einen Hoffnungsträger. Die Frage ist nicht mehr, ob Undav national reif ist. Die Frage ist, wie lange der Bundestrainer ihn noch vor der Tür warten lässt. Eine SMS genügt. Alles andere wäre ein Akt gegen das, was der Sport verspricht: Wer trifft, darf mitfahren.
