Freiburg setzt auf standards: kann aston villa gestoppt werden?

Das Finale der Europa League steht vor der Tür, und der SC Freiburg hat einen Plan: Standardsituationen. Während Aston Villa als klarer Favorit ins Rennen geht, wollen die Breisgauer ihre bewährte Stärke im Spiel mit ruhenden Bällen nutzen, um dem englischen Team das Leben schwer zu machen. Julian Schuster, der Trainer des SC Freiburg, scheint überzeugt: „Der Letzte hat begriffen, wie wichtig es ist, Standardsituationen zu trainieren.“

Die kunst des timings und der kleinen details

Die kunst des timings und der kleinen details

Schuster betonte, dass das Training von Standardsituationen eine kontinuierliche Anstrengung erfordert. „Das kann im Training auch mal träge sein: Aber da bedarf es der Bereitschaft, dass das ganze Jahr über zu trainieren. Das geht nicht von heute auf morgen. Da bedarf es klaren Abläufen und Timing. Es sind kleine Details, ob ich in der besseren Position bin oder nicht.“ Diese Präzision könnte am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) gegen Aston Villa entscheidend sein, wo Standardsituationen laut Schuster „offensiv für uns sehr wichtig sein“ könnten.

Die jüngsten Bundesliga-Ergebnisse untermauern diese These: allein am vergangenen Wochenende erzielte Freiburg gegen RB Leipzig (4:1) drei Treffer nach ruhenden Bällen. Mit Spielern wie Vincenzo Grifo und Jan-Niklas Beste verfügt der Sport-Club über absolute Spezialisten in dieser Disziplin. Maximilian Eggestein ergänzt: „In einem K.o.-Spiel und gerade so einem Finale kann es helfen, wenn man ein Tor nach einem Standard macht.“

Ein Elfmeterschießen? Das wäre für den SC Freiburg alles andere als ideal. Schlussmann Noah Atubolu hat zwar in den vergangenen sieben Elfmeterschießen sechs pariert, doch Schuster scheint dies nicht als primäre Strategie zu sehen. „Ich habe noch nie einen Matchplan auf Elfmeterschießen ausgerichtet“, erklärte er. „Falls es soweit kommt, hilft es bestimmt, dass wir Atu haben. Das ist natürlich eine Bank. Aber der Matchplan ist schon so ausgerichtet, dass wir es im Idealfall in regulärer Spielzeit lösen.“

Die Zahlen sprechen für sich: Freiburg hat in dieser Saison bereits 14 Tore aus Standardsituationen erzielt – mehr als jedes andere Team in der Bundesliga. Aston Villa hingegen hat defensiv Schwächen bei Standards gezeigt. Ob Freiburg diese Schwäche ausnutzen kann, wird das Finale entscheiden. Es ist ein Kampf um Präzision, Timing und die Nerven der Spieler – ein Kampf, der möglicherweise durch einen einzigen, perfekt ausgeführten Standard entschieden wird.