Ukraine kritisiert teilnahme russlands und belarus bei paralympics scharf
Ukraine kritisiert teilnahme russlands und belarus bei paralympics scharf
Matvii Bidnyi, der ukrainische Sportminister, hat sich äußerst kritisch über die Entscheidung der Organisatoren der Paralympischen Winterspiele in Mailand-Cortina (6. bis 15. März) geäußert. Russland und Belarus dürfen an den Spielen unter vollen Rechten und Privilegien teilnehmen, was bedeutet, dass sie ihre eigenen Flaggen präsentieren dürfen und nicht als neutrale Athleten antreten müssen. Diese Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) wurde im September auf einer Versammlung in Südkorea getroffen.
Enttäuschung und empörung
Bidnyi bezeichnete die Entscheidung als „enttäuschend und empörend“. Er argumentiert, dass die Zulassung von Athleten aus Ländern, die einen Angriffskrieg führen, ein falsches Signal sendet. Die Erlaubnis für „Mörder und ihre Komplizen“, unter Nationalflaggen an den Paralympics teilzunehmen, sei inakzeptabel. Er betont, dass die Flaggen Russlands und Belarus für Regime stehen, die den Sport als Instrument für Krieg, Lügen und Verachtung missbrauchen.

Sport als propagandainstrument
In einem Post in den sozialen Medien erklärte der ukrainische Sportminister, dass die Flaggen Russlands und Belarus keinen Platz bei internationalen Sportveranstaltungen hätten, die Gerechtigkeit, Integrität und Respekt verteidigen. Er fügte hinzu, dass der paralympische Sport in Russland zu einer Stütze für diejenigen geworden sei, die von Putin in die Ukraine geschickt wurden, um zu töten, und die mit Verletzungen und Behinderungen zurückgekehrt sind.

Die botschaft der „normalität“
Bidnyi warnte, dass das Hissen der russischen Flagge auf internationaler Bühne Teil der russischen Propagandamaschinerie sei. Sie sende die Botschaft in die Welt, dass Krieg „normal“ sei. „Nein, das ist nicht normal“, betonte er. Er kritisierte die Verantwortlichen des IPC dafür, dass sie dies nicht verstehen würden. Die Zulassung Russlands und Belarus bedeute, der Kriegspropaganda eine Plattform zu bieten.
Forderung nach kursänderung
Der Minister forderte die Organisatoren des IPC dringend auf, ihre Entscheidung zu überdenken. „Wenn der Wille besteht, Gerechtigkeit im paralympischen Sport zu schützen, ist es nicht zu spät, um zur Vernunft zu kommen und die Staatssymbole von Mördern bei internationalen Wettkämpfen zu verbieten“, appellierte er. Er forderte, Mut zu beweisen und Russland nicht zu erlauben, den Krieg zu „normalisieren“.
Konkrete auswirkungen und mögliche konsequenzen
Die Entscheidung des IPC hat zu erheblichen Spannungen geführt und die bereits angespannte Beziehung zwischen der Ukraine und Russland weiter verschärft. Es wird erwartet, dass die ukrainische Regierung weiterhin Druck auf internationale Sportorganisationen ausüben wird, um eine striktere Haltung gegenüber der Teilnahme russischer und belarussischer Athleten einzunehmen. Die Situation wirft grundsätzliche Fragen über die Rolle des Sports in Zeiten politischer Konflikte auf.
