Uefa-reform: schweizer klubs verlieren an internationaler bedeutung!

Ein Schock für den Schweizer Fussball: Die UEFA krempelt ihre Wettbewerbsregeln grundlegend um und die Schweiz muss bitterste Konsequenzen hinnehmen. Ab der Saison 2024/25 entfallen die bewährten Gruppenphasen in Champions League, Europa League und Conference League – und das hat direkte Auswirkungen auf die Möglichkeiten unserer Klubs, international zu bestehen.

Der absturz im fünfjahresranking

Die neue Ligaphase mag für Fans vielleicht aufregender wirken, doch für die Schweiz bedeutet sie einen deutlichen Rückschlag. Unsere Klubs konnten in der Fünfjahreswertung lediglich 7.050 Punkte sammeln und rutschten von Rang 12 auf den enttäuschenden 17. Platz ab. Diese Platzierung bestimmt die Anzahl der Startplätze in den europäischen Wettbewerben und die Runde, in der unsere Teams überhaupt erst ins Spiel kommen.

Das Resultat: Nur noch vier Schweizer Klubs werden in der kommenden Saison in den internationalen Bewerben vertreten sein. Selbst in der darauffolgenden Saison wird die Super League lediglich vier Europaplatze vergeben können. Die schwache Leistung der Schweizer Teams in diesem Jahr, mit nur 6.200 Punkten, verschärft die Situation zusätzlich.

Thun als überraschungsmeister und die qualifikationshürden

Thun als überraschungsmeister und die qualifikationshürden

Ein Lichtblick in dieser düsteren Situation: Der Aufsteiger Thun steht kurz vor dem historischen Gewinn der Meisterschaft und wird somit in der Champions-League-Qualifikation starten. Doch der Weg in die Ligaphase ist alles andere als einfach. Bereits in der zweiten Qualifikationsrunde (Q2) müssen die Berner Oberländer gegen stärkere Gegner bestehen. Scheitern sie dort, winken noch Chancen in den Qualifikationen der Europa League und Conference League – allerdings auch hier gilt es, mindestens eine Quali-Runde zu überwinden.

Auch der Zweit- und Drittplatzierte der Super League steigen in der Conference-League-Qualifikation ein und müssen ebenfalls drei Hürden nehmen, um die Ligaphase zu erreichen. Der FC St.Gallen, aktuell Tabellenfünfter, könnte sich im Falle eines Cup-Siegs den europäischen Weg des Cupsiegers sichern – und damit der Super League den ersehnten fünften Platz ermöglichen.

Ein wettlauf gegen die zeit

Ein wettlauf gegen die zeit

Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Der Schweizer Fussball muss sich jetzt anstrengen. Die Konkurrenz im internationalen Raum schläft nicht, und die Schweiz muss alles daran setzen, ihre Position in der Fünfjahreswertung zu verbessern. Sonst droht ein weiter sinkender Trend, der langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Klubs gefährdet. Die kommenden Saisons werden entscheidend sein, um den Anschluss nicht zu verlieren und die Schweizer Klubs wieder stärker auf der europäischen Bühne zu präsentieren.

Die nächste Saison wird ein Test für das Schweizer Quartett. Es gilt, Siege zu holen, Punkte zu sammeln und vor allem: Die europäische Bühne zu nutzen, um sich wieder in der internationalen Gemeinschaft zu beweisen. Die Zeit drängt.