Uefa spart nicht mit celta: 24.500 euro strafe nach ultra-exzess in lyon
Der Europäische Fußballverband schlägt zu. Die UEFA verhängt gegen den spanischen Erstligisten Celta Vigo eine Geldstrafe von 24.500 Euro – wegen Randale, die 3.000 mitgereiste Fans im Groupama Stadium von Lyon verursacht haben. Der Vorwurf: Gegenstandswürfe, Laserpointer, bengalisches Feuer. Die Summe setzt sich exakt zusammen: 15.000 Euro für fliegende Gegenstände, 8.000 Euro für den grünen Laserstrahl, 1.500 Euro für brennende Bengalo-Fackeln.
Was die Strafe nicht abdeckt, ist der blutige Nachspiel außerhalb des Stadions. Ein Celta-Ultra wurde nach Schlusspfiff mit einer Stichwaffe verletzt, als sich rivalisierende Gruppen in der Nacht Lyon erneut gegenüberstanden. Die UEFA ahndet ausschließlich Vorfälle innerhalb des Stadions – alles andere bleibt französischer Justiz überlassen.

Celtas führung verspricht gegenmaßnahmen, doch die bilanz bleibt ernüchternd
Der Klub reagiert betreten. „Wir arbeiten mit Hochdruck an Präventionskonzepten“, heißt es aus der Geschäftsstelle, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Allein in dieser Saison kassierte Celta weitere Geldbußen wegen rassistischer Gesänge und Pyrotechnik im heimischen Balaídos. Die Fangruppe Riazor Blues steht dabei wiederholt im Fokus der Ermittler.
Die 24.500 Euro sind für einen Mittelklub kein Klacks, aber auch kein Ruin. Die eigentliche Wunde sitzt tiefer: Celta droht bei Wiederholung der Vorfälle ein Geisterspiel oder gar ein Platzverweis aus europäischen Wettbewerben. Trainer Rafael Benítez muss nun zusätzlich zur sportlichen Tretmühle mit der Angst vor leeren Rängen leben – ein Problem, das sich nicht auf dem Trainingsplatz lösen lässt.
Der Zeitpunkt ist brisant. Die Galicier rangieren in LaLiga nur zwei Punkte über dem Abstiegsstrich und benötigen jede Unterstützung. Stattdessen diskutiert die Vereinsführung intern über ein mögliches Auswärtsticket-Kontingent für kommende Europapokal-Spiele. Die Botschaft: Mitfahren ist erlaubt, aber nur ohne Platzsturm und Laserduell. Wer sich nicht daran hält, fliegt raus – und kostet dem Verein das nächste Vierteljahresbudget.
Derweil tickt die Uhr. Die UEFA fordert bis Freitag die Zahlung und eine schriftliche Stellungnahme. Celta-Kasse und Ansehen gleichermaßen bluten – und die Saison ist noch lang.
