Überraschender trainerwechsel beim fc schweinfurt 05: jermaine jones übernimmt
Schock für den fc schweinfurt 05: victor kleinhenz entlassen
Ein unerwarteter Trainerwechsel hat den FC Schweinfurt 05 erschüttert. Victor Kleinhenz, der das Team nach über 20 Jahren wieder in den Profifußball geführt hatte, wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Auch sein Assistent, Gregor Opfermann, muss gehen. Beide hatten maßgeblichen Anteil am letztjährigen Aufstieg, wie Geschäftsführer Markus Wolf betonte. Die Entscheidung fiel am späten Faschingsdienstag und wurde am Mittwochmorgen bestätigt.

Wolf bedauert die entwicklung
„Beide hatten großen Anteil an der letztjährigen Meisterschaft, daher bedauere ich diese Entwicklung sehr“, wurde Wolf in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Der Verein bedankte sich ausdrücklich für das Engagement und wünschte beiden für die Zukunft alles Gute. Die sportliche Situation des FC Schweinfurt war in den letzten Wochen zunehmend angespannt.

Jermaine jones als neuer hoffnungsträger
Als Nachfolger konnte der Verein einen bekannten Namen verpflichten: Jermaine Jones, ein ehemaliger Bundesliga-Profi, der unter anderem für Eintracht Frankfurt und Schalke 04 aktiv war. Wolf zeigte sich begeistert: „Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profifußball zurückblicken kann. Er soll der Mannschaft die nötigen Impulse und Erfahrungen mitgeben.“

Jones freut sich auf die neue herausforderung
Auch Jones selbst äußerte sich positiv: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft loszulegen.“ Er sei sich der Herausforderung bewusst, besonders mit dem kommenden Spiel gegen Duisburg. Zuvor war Jones bis Januar 2025 Trainer des Central Valley Fuego FC in den USA.

Kleinhenz äußert sich dankbar
Der 34-jährige Kleinhenz, dessen Vertrag bis 2027 gelaufen wäre, zeigte sich trotz der Entlassung dankbar: „Spätestens morgen werden Dankbarkeit und Stolz überwiegen.“ Er bedankte sich bei seiner Familie, den Fans und der Mannschaft für die erlebten Erfahrungen und die Begeisterung, die rund um den FC05 entstanden ist. Er betonte, dass Werte innerhalb der Mannschaft gelebt wurden.

Opfermann sieht die entscheidung nachvollziehbar
Auch Co-Trainer Opfermann, der sich unter anderem um Standardsituationen kümmerte, zeigte sich überrascht, erkannte aber die Entscheidung angesichts der sportlichen Lage als nachvollziehbar an. Er lobte die Leistung der Spieler und des Trainerteams, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gegen starke Gegner mithalten konnten.

Verheerende bilanz: nur 10 punkte aus 18 spielen
Die Bilanz des FC Schweinfurt war bis zur Entlassung des Trainerduos ernüchternd: Nur zehn Punkte aus 18 Spielen. Bereits im Winter dürften die Verantwortlichen mit einem möglichen Abstieg in die Regionalliga gerechnet haben. Die letzten Ergebnisse, darunter eine 2:3-Heimniederlage gegen Havelse und ein 0:4 gegen Auer, hatten die Situation weiter verschärft. Das letzte Spiel unter Kleinhenz und Opfermann endete mit einem 1:1 gegen Ingolstadt.
