Überraschender abschied: co-trainer verlässt tus königsdorf für die j-league
Schock für den tus blau-weiß königsdorf
Ein unerwarteter Wechsel erschüttert den Mittelrheinligisten TuS Blau-Weiß Königsdorf. Co-Trainer Yuki Hamano zieht es in die J-League nach Japan. Dort wird er zukünftig an der Seite von Michael Skibbebeim Erstligisten Vissel Kobe arbeiten. Ein direkter Sprung aus dem Amateurfußball in das professionelle Geschäft – eine bemerkenswerte Entwicklung für den 37-jährigen.

Ohno bestürzt, aber verständnisvoll
Für Cheftrainer Takahito Ohno kommt der Abgang seines engsten Mitarbeiters überraschend. “Ohne Yuki ist es für mich sehr hart, aber als Freund freue ich mich wirklich”, so der 30-jährige Übungsleiter. Hamano war in Königsdorf in vielen Bereichen maßgeblich beteiligt, von der Trainingsgestaltung über die Videoanalyse bis hin zur individuellen Förderung der Spieler.

Ein überraschender beginn der zusammenarbeit
Ohno erinnert sich an das erste Gespräch mit Hamano zurück, der damals noch als Cheftrainer im Jugendbereich von Fortuna Köln tätig war. “Ich war total überrascht, dass er bei mir als Co-Trainer arbeiten wollte”, erzählt er. Der Verlust wiegt schwer, da Hamano eine zentrale Rolle im Team einnahm.
Neuer aufgabenverteilung und personalprobleme
Nun müssen viele Aufgaben neu verteilt werden. Eine externe Verstärkung ist vorerst nicht geplant. “Momentan mache ich fast alles alleine – Training, Organisation, teilweise sogar Betreuung”, berichtet Ohno. Ein weiterer Co-Trainer kann aufgrund von Visa-Problemen derzeit nicht einreisen, was die Situation zusätzlich erschwert.
Überraschend starke hinrunde trotz jungem kader
Sportlich kann sich die Bilanz der Königsdorfer durchaus sehen lassen. Das Team überwintert im gesicherten Mittelfeld. “Mit 22 Punkten habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet”, gesteht Ohno. Vor der Saison hatten viele dem jungen Team wenig zugetraut. Das Durchschnittsalter des Kaders lag zu Saisonbeginn unter 21 Jahren, viele Spieler kamen aus der eigenen Jugend oder aus unteren Ligen.
Finanzielle herausforderungen und jugendarbeit
Das monatliche Budget für den gesamten Kader beträgt lediglich rund 1.300 Euro. Umso wichtiger ist der Fokus auf die Ausbildung junger Spieler. Die enge Verzahnung zwischen Nachwuchs- und Seniorenbereich wird beim TuS groß geschrieben. Neun Spieler aus der eigenen Jugend sammelten bereits Einsatzminuten in der Mittelrheinliga.
Philosophie und ausblick
Ohno legt großen Wert auf die Einstellung seiner Spieler: “Für mich ist egal, ob jemand Sonderliga oder Mittelrheinliga gespielt hat – entscheidend sind Mentalität und Lernbereitschaft”. Der Wechsel Hamanos nach Kobe unterstreicht den eingeschlagenen Weg des Vereins, der sich als Sprungbrett für junge Talente versteht – sowohl für Spieler als auch für Trainer. Die Rückrunde wird zeigen, wie gut das junge Team den Abgang seines Co-Trainers kompensieren kann. Ziel ist weiterhin, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern und die Entwicklung der Nachwuchsspieler voranzutreiben.
