Überraschende schweizer medaillengewinne bei olympischen winterspielen – eine rückschau
- Überraschende schweizer medaillengewinne bei olympischen winterspielen – eine rückschau
- Viletta’s triumph in sotschi 2014
- Überraschende erfolge bei den spielen 2006 in turin
- Eishockey-frauen überraschen 2014
- Nevin galmarini’s silber in sotschi
- Michelle gisin’s bronze in peking 2022
- Gregor deschwanden’s bronze in mailand-cortina 2026
Überraschende schweizer medaillengewinne bei olympischen winterspielen – eine rückschau
Gregor Deschwandens Bronzemedaille im Skispringen auf der Normalschanze am Montagabend war eine unerwartete Freude. Dies wirft die Frage auf, welche Schweizer Erfolge bei Olympischen Winterspielen der letzten 20 Jahre am überraschendsten waren. Wir werfen einen Blick zurück auf Momente, in denen Schweizer Athleten mit außergewöhnlichen Leistungen für Furore sorgten und Edelmetall gewannen, wo kaum jemand damit gerechnet hatte. Es zeigt, wie unvorhersehbar der Sport sein kann.
Viletta’s triumph in sotschi 2014
Sandro Viletta sorgte 2014 in Sotschi für eine Sensation. Obwohl er im Weltcup nie zu den Top-Stars zählte, bewies er an den Olympischen Spielen seine Vielseitigkeit und gewann Gold in der Super-Kombination. Er besiegte starke Konkurrenten wie Ivica Kostelic und Christof Innerhofer. Dieser Sieg war ein Beweis dafür, dass bei Olympischen Spielen auch Außenseiter eine Chance haben.

Überraschende erfolge bei den spielen 2006 in turin
Die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin brachten einige unerwartete Medaillen für die Schweiz. Ambrosi Hofmann holte Bronze im Super-G, obwohl er in seiner Karriere nur selten auf dem Weltcup-Podium stand. Auch Martina Schild überraschte mit Silber in der Abfahrt, nachdem sie zuvor kaum Erfolge in dieser Disziplin vorweisen konnte. Der Höhepunkt war jedoch der Goldgewinn von Tanja Frieden im Snowboardcross, nachdem die US-Favoritin Lindsey Jacobellis kurz vor dem Ziel gestürzt war.

Eishockey-frauen überraschen 2014
Das Schweizer Frauennationalteam im Eishockey sorgte 2014 ebenfalls für eine Überraschung. Unter der Führung einer herausragenden Florence Schelling im Tor sicherten sie sich die Bronzemedaille. Sie besiegten im Viertelfinale Russland und rangen im Spiel um Platz drei Eishockey-Großmacht Schweden nieder. Dies bestätigte ihren dritten Platz von der WM 2012, kam aber dennoch unerwartet.

Nevin galmarini’s silber in sotschi
Nevin Galmarini gewann 2014 in Sotschi Silber im Parallel-Riesenslalom Snowboard. Obwohl er vier Jahre später Gold gewann, war der Silbergewinn von 2014 eine größere Überraschung, da er zuvor im Weltcup keine Podestplätze in dieser Disziplin erreicht hatte. Er qualifizierte sich dramatisch für das Halbfinale und besiegte dort Zan Kosir deutlich.
Michelle gisin’s bronze in peking 2022
Auch Michelle Gisin sorgte 2022 in Peking für eine Überraschung mit ihrer Bronzemedaille im Super-G. Obwohl die Schweiz bei Großanlässen von ihren Erfolgen gewohnt ist, hatte man mit einer Super-G-Medaille nicht gerechnet. Sie entwickelte sich zwar immer mehr zur Speedfahrerin, regelmäßige Podestplätze im Super-G blieben jedoch aus. Mit nur drei Zehnteln Rückstand auf ihre Teamkollegin Lara Gut-Behrami sicherte sie sich die Bronzemedaille.
Gregor deschwanden’s bronze in mailand-cortina 2026
Die Bronzemedaille von Gregor Deschwanden im Skispringen auf der Normalschanze ist der aktuellste überraschende Erfolg. Hätten die Spiele ein Jahr früher stattgefunden, wäre die Medaille weniger überraschend gewesen. In der laufenden Saison konnte er sich noch nicht in Schwung bringen und erreichte nur viermal die Top Ten. Auf der Olympiaschanze flog er dann aber zweimal Schanzenrekord und sicherte sich den geteilten dritten Rang.
