Türkei beendet 24-jährige wm-pause – gyökeres schickt lewandowski nach hause
Endlich wieder dabei. Die Türkei hat sich nach 24 Jahren erstmals wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Ein spätes Tor von Kerem Aktürkoglu beim 1:0 im Playoff-Finale gegen Kosovo reichte, um den Traum von Amerika wahr werden zu lassen. Schweden schickt indes mit Viktor Gyökeres einen neuen Helden ins Rennen – und Polen samt Robert Lewandowski nach Hause.
Die türkei feiert den knotenbruch
24 Jahre lang war die Türkei nur Zuschauer. Kein Tor, kein Jubel, kein Sommermärchen. Das ist vorbei. Mit dem 1:0 in Pristina löste Vincenzo Montellas Team das Ticket für die WM in den USA, wo es in Gruppe D auf Gastgeber USA, Paraguay und Australien trifft. Der Siegtreffer fiel in der 57. Minute, als Aktürkoglu einen Abpraller einschob – und damit zu einem Nationalhelden wurde.
Die türkische Mannschaft war nicht besser, aber ruhiger. Während Kosovo nach dem spektakulären 4:3 gegen die Slowakei noch vom Adrenalinschub träumte, agierte die Türkei abgeklärt. Arda Güler, der gegen Rumänien noch den entscheidenden Pass gab, wurde diesmal neutralisiert – aber das war egal. Der Plan ging auf. Die Fans auf den Rängen brachen in Tränen aus. Ein ganzen Generation hatte nie ein türkisches WM-Tor gesehen. Das ändert sich nun.

Gyökeres lässt lewandowski alt aussehen
Während die Türkei jubelt, blickt Polen in den Abgrund. In Solna schlug Schweden mit 3:2 – und Gyökeres traf in der 89. Minute den Ausgleich, der keiner war: Er schoss Schweden zur WM. Lewandowski, der alte Fuchs, blieb blass. Zwar hatte Polen zwei Mal zurückgelegt, doch am Ende zählte nur Gyökeres’ letzter Schrei.
Die Schweden treffen in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und Tunesien – ein Todeslos, aber das kennen sie. 1958 wurden sie Zweiter auf eigener Heim-WM. Nun wollen sie mehr. Gyökeres, zuletzt Dreifachtorschütze gegen die Ukraine, ist der neue Schwedengott. Lewandowski? Nur noch Statist.
Die Quali liefert keine Lektionen mehr, nur noch Geschichten. Und diese endet mit einem türkischen Comeback und einem polnischen Abgesang.
