Tudor wirft kinsky nach 17 minuten raus – atlético schreibt cl-geschichte
Antonin Kinsky flog, bevor die Stadionuhr 18 Minuten zeigte. Dazwischen lagen drei Gegentore, ein Ausrutscher und ein Eigentor-Debakel, das Tottenham Hotspur in Madrid demontierte.

Atlético zerlegt spurs in rekordtempo
Die Wembley-Helden von 2019? Ein Schatten. Marcos Llorente traf nach sechs Minuten, weil Kinsky im Strafraum ausrutschte und den Ball wie einen Seifenklumpen vor die Füße des Spaniers spießte. Acht Minuten später rutschte Micky van de Ven weg, Antoine Griezmann knallte das Leder zum 2:0 in die Maschen. Die 30 Sekunden danach werden Kinsky in Albträumen verfolgen: Pass auf Vicario, Schritt daneben, Julián Álvarez schiebt ein. 14:59 – noch nie fiel in einem K.-o.-Spiel der Königsklasse früher das 3:0.
Igor Tudor reagierte, als hätte er einen Bogen um seine eigene Nervosität gemacht. Vicario, wenige Tage zuvor noch Bankdrücker, durfte wieder zwischen die Pfosten. Fünf Minuten später klingelte es erneut: Robin Le Normand köpft zum 4:0, Vicario bleibt kleben wie ein Schulkind. Pedro Porro schafft vor der Pause noch den Ehrentreffer, doch der Pausenpfiff klingt wie ein Freispruch für die Spurs.
Die Statistik ist erbarmungslos: Tottenham kassierte in den letzten vier Pflichtspielen 13 Gegentore, Tudor verlor alle seine Partien als Coach. In der Premier League schielt der Klub auf Platz 18 – Abstiegskampf statt Champions-League-Traum. Während Atlético Madrids Fans die Nacht in Rot-Weiß erstrahlen lassen, müssen die Londoner mit dem Scherbenhaufen ihrer Saison umgehen. Kinskys Debüt dauerte 17 Minuten – für ein Torhüterleben eine Ewigkeit, für die Spurs eine Momentaufnahme ihrer Krise.
