Tskhovrebadze schießt georgien fast allein zur wm – ein tor fehlt
Giorgi Tskhovrebadze warf sich die Seele aus dem Leib, aber er warf eben auch nur einen Ball – nicht zwei. 20 Treffer in zwei Spielen, 59:60-Tore-Gesamtergebnis, Traum begraben. Georgiens Handball-Nationalteam verpasst die dritte Quali-Runde zur Heim-WM 2027 um einen einzigen Wurf.
Die zahlen lügen nie: 20 von 59 toren allein
Im Rückspiel in Telavi jagte der 29-jährige Linksaußen des kroatischen Topklubs RK Zagreb den Israelis davon. Acht Buden, 65-prozentige Wurfquote, aber die Abwehr ließ hinten 30 Gegentore stehen. Das Hinspiel war schon weg – 29:32 – und so half selbst der 30:28-Erfolg nur zur halben Freude. Tskhovrebadze stand mit leeren Händen da, trotz Gala.
Israel hingegen feiert den ersten Coup der noch jungen WM-Quali-Geschichte. Yonatan Dayan, zweite Liga, erster Star: sieben Tore, davon zwei in der 57. Minute, als Georgien auf 29:28 verkürzt hatte. Der 25-jährige Balinger macht aus Provinz-Handball plötzlich internationales Kino.

Pisonero trifft auf spanien – und auf sich selbst
Für Israels Trainer David Pisonero wird es im Mai emotional. Er muss gegen sein Geburtsland Spanien ran, zwei Spiele, alles oder nichts. Der 45-jährige Madrilene hat in den vergangenen drei Jahren aus einer Truppe mit nur drei Profis eine Einheit geformt, die jetzt sogar Medaillenkandidaten ärgern könnte.
Griechenland ist übrigens auch schon weiter. Die Helben schickten Belgien mit 29:26 und 34:31 nach Hause, treffen nun auf die Niederlande. Aber die Story des Tages bleibt Tskhovrebadze: einer, der alles traf – außer das Zeitspiel.
