Tsitsipas trennt sich von vater: endgültige entscheidung
Ein Schock für die Tenniswelt: Stefanos Tsitsipas hat die berufliche Zusammenarbeit mit seinem Vater Apostolos endgültig beendet. Nach Jahren, in denen der Vater als Coach fungierte, scheint die Beziehung nun irreparabel beschädigt. Der ehemalige Weltranglisten-Dritte steht vor einer neuen Ära, einer Ära ohne die konstante Präsenz seines Vaters am Spielfeldrand.
Die gründe für die trennung: ein generationswechsel
Die Entscheidung, die Tsitsipas in einem Interview mit Sport DNA bekannt gab, ist offenbar schon länger im Raum gestanden. „Je älter ich werde, desto schwieriger fällt es mir, eine stabile Beziehung zu meinem Vater zu pflegen, im Vergleich zu früher, als ich 18, 19 oder 20 war“, erklärte der 27-Jährige. Es scheint, als hätte sich die Dynamik zwischen den beiden verändert, und Tsitsipas spürt den Bedarf an frischen Impulsen und einer neuen Perspektive.
Die Formkurve des Griechen spiegelt diese Entwicklung wider. Mit 12 ATP-Titeln, darunter ein ATP Finals-Sieg und drei Masters 1000-Titel, hat Tsitsipas einst die Welt im Sturm erobert. Doch seit seinem Sieg in Dubai im Februar 2023, in dem er Hugo Gaston bezwang, blieb ihm der Durchbruch im Finale bislang verwehrt. Der aktuelle 88. Platz in der Weltrangliste unterstreicht die Notwendigkeit einer Veränderung.
„Ich suche Wissen und eine andere Perspektive auf das Tennis“, betonte Tsitsipas. „Ich brauche eine zweite Meinung, die mich leitet und mir bei bestimmten Entscheidungen in meiner Karriere hilft.“ Die Entscheidung, den Vater gehen zu lassen, ist für ihn ein notwendiger Schritt, um wieder in die Spur zu finden.

Ein schmerzhafter abschied: die emotionale belastung
Die Trennung ist nicht nur sportlich, sondern auch emotional eine Herausforderung. „Es wäre für keinen Vater einfach zu akzeptieren, aber besonders für ihn“, so Tsitsipas. Die gemeinsame Zeit auf der Tour, die jahrelange Zusammenarbeit, hinterlassen tiefe Spuren. Doch Tsitsipas ist überzeugt: „Ich glaube, er hat seinen anderen Söhnen, die vielversprechende Nachwuchsspieler sind, mehr zu bieten.“
Thomas Perrin, aus der High-Performance-Akademie von Patrick Mouratoglou, übernimmt nun die Rolle des Trainers. Mouratoglou selbst wird bei einigen Turnieren anwesend sein, um Tsitsipas zu unterstützen. „Es ist eine Lösung bis zum Jahresende, mit der Option auf eine Fortsetzung“, so Tsitsipas.
Tsitsipas startet seine Wimbledon-Bewerbung am Montag gegen Hugo Gaston. Ob er mit dieser neuen Konstellation seine Form wiederfinden kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die Trennung von seinem Vater markiert einen Wendepunkt in seiner Karriere, einen Neuanfang, der ihn entweder zu neuen Höhen führen oder ihn in eine tiefe Krise stürzen könnte.
n