Alonso entgeht strafe: technische defekte und knappe entscheidung

Fernando Alonso hat einen ungewöhnlichen Rennverlauf hinter sich – und letztlich eine Strafe vermieden. Nach dem Qualifying und während des Rennens gab es Diskussionen, aber die Streckenposten entschieden sich gegen weitere Maßnahmen gegen den Aston Martin Piloten. Ein technischer Defekt beim Limitierer und eine knappe Entscheidung bezüglich der Flags sorgten für Aufregung im Team.

Die flags und das gps-datenchaos

Die flags und das gps-datenchaos

Nachdem Alonso kurz nach dem Boxenstopp eine Geschwindigkeitsüberschreitung im Pit-Lane begangen hatte, sorgten im weiteren Rennverlauf zahlreiche Blaue Flaggen für Verwirrung. Die FIA untersuchte den Vorfall, um zu beurteilen, ob Alonso gegen Anhang H, Artikel 2.5.5 e) des Internationalen Sportcodes verstoßen hat. Die Daten des GPS-Systems und die Videoaufnahmen aus dem Cockpit des Aston Martin wurden genau analysiert. Es stellte sich heraus, dass der nachfolgende Bolide (Bortoleto) nicht in der Lage war, eine unmittelbar notwendige Ausweichbewegung zu erzwingen. Die Distanz zwischen den Fahrzeugen war zu groß, um einen Verstoß zu rechtfertigen, so die Einschätzung der Stewards.

Ein technischer Defekt spielte ebenfalls eine Rolle. “Ich musste im zweiten Boxenstopp manuell herumsuchen und mit 75 km/h einfahren. Das passiert halt manchmal”, erklärte Alonso nach dem Rennen. Der Defekt des Speedlimiters, der seine Funktion verlor, zwang ihn zu einer ungewöhnlichen Vorgehensweise. Das Team hatte offenbar Schwierigkeiten, das Problem während des Rennens zu beheben, was seine Strategie beeinflusste.

Die Entscheidung der Rennleitung, keine weiteren Strafen zu verhängen, mag überraschen, wirft jedoch auch Fragen auf. Die Streckenposten betonten, dass die GPS-Daten eindeutig zeigten, dass Bortoleto nicht in einer Position war, um Alonso zu bedrängen. Ob dies als ausreichende Erklärung für die zahlreichen Blauen Flaggen gewertet werden kann, bleibt jedoch umstritten. Der Spanier hatte einen turbulenten Tag, der ihn zehrte.

Die Tatsache, dass Alonso direkt nach seiner Boxeneinfahrt im Gespräch mit seinen Ingenieuren saß, anstatt sich zunächst den Streckenposten zu stellen, deutet auf seine Überzeugung hin, dass eine Strafe nicht angebracht sein würde. Seine Erfahrung und sein Gespür für die Situation scheinen ihn nicht im Stich gelassen zu haben – zumindest diesmal.