Tsarukyan springt ab: ufc-kampf gegen gaethje geplatzt!
Schock in der Welt der Mixed Martial Arts: Arman Tsarukyan, heiß gehandelt als Ersatzkämpfer für den mit Spannung erwarteten Kampf zwischen Ilia Topuria und Justin Gaethje am 14. Juni, hat überraschend abgesagt. Der armenische Lightweight zieht es vor, seinen Verpflichtungen im Bereich des Wrestling vorrangig nachzukommen – ein Schachzug, der die Pläne der UFC gehörig durchkreuzt.

Ein teufelskreis der ersatzkämpfer
Es ist keine Seltenheit, dass Kämpfer in der UFC in die Rolle des Ersatzmannes schlüpfen müssen. Aber die Bedingungen sind hart: Das Gewicht muss trotzdem gestrichen werden, die Vorbereitung muss stimmen, und am Ende steht womöglich die Ernüchterung, im Backstage-Bereich zu warten, während andere im Octagon kämpfen. Und genau das scheint Tsarukyan nun leid zu sein. „Ich habe am 13. Juni einen Wrestling-Kampf in Philadelphia. Da lohnt sich der Aufwand nicht“, erklärte der 26-Jährige.
Die Entscheidung ist komplex. Tsarukyan, der bereits im Juni 2024 als Ersatz für den Kampf zwischen Charles Oliveira und Topuria aushalf, betonte, dass er den Eindruck habe, beide Hauptkämpfer seien in guter Verfassung und er werde wahrscheinlich nicht zum Einsatz kommen. Sein Vertrag mit der Wrestling Alliance of Freedom (RAF) sieht einen Kampf gegen Tony Ferguson am selben Tag vor, was eine logistische und körperliche Hölle darstellen würde. Ein Flug von Washington D.C. am Morgen nach dem Wiegen, gefolgt von einem anstrengenden Kampf in der Nacht – das ist selbst für einen Athleten von Tsarukyans Statur zu viel.
Die UFC wird diese Entwicklung mit Sicherheit nicht gerne sehen. Die Veranstaltung in der „Crypto.com Arena“ verspricht ein Spektakel zu werden, insbesondere da ein Weltmeisterschaftskampf im Leichtgewicht ansteht. Die Frage ist nun, wer Tsarukyans Platz einnehmen wird und ob die UFC gezwungen ist, den Kampf zwischen Topuria und Gaethje zu verschieben.
Tsarukyan, der in RAF zu einer wahren Supermacht aufgestiegen ist und dort bereits lukrative Verträge abschloss, wird auch dort gut bezahlt. Es wäre schlichtweg wirtschaftlicher Wahnsinn, die Wrestling-Verpflichtungen zugunsten eines potenziell unbestrittenen UFC-Kampfes zu opfern. Seine letzten acht Kämpfe fanden übrigens nicht in der UFC statt, sondern im Wrestling-Bereich, wo er sieben Siege und ein Unentschieden verbuchte. Nach dem Kampf gegen Ferguson am 13. Juni steht noch ein Duell gegen Colby Covington am 18. Juli an.
Die UFC wird nun wohl überlegen müssen, wie sie mit dieser Situation umgehen wird. Die Entscheidung des armenischen Kämpfers wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Professionalisierung und Kommerzialisierung des Kampfsports, bei der Athleten ihre eigenen Interessen und Verträge priorisieren – und dabei die kurzfristigen Pläne der Promoter über Bord werfen.
