Trump und infantino nutzen die wm-bühne – für was?

Die Fußballwelt schüttelt den Kopf: Während die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ihre Pforten öffnet, inszenieren sich US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino auf einer Art und Weise, die viele Fans und Experten gleichermaßen irritiert. Die Frage ist nicht, ob sie die Aufmerksamkeit suchen – sondern für welche Ziele sie die globale Bühne des Fußballs nutzen.

Politik und fußball: ein gefährliches spiel?

Die prominente Präsenz beider Männer während der WM-Eröffnungsfeierlichkeiten und bei weiteren Veranstaltungen wirft Fragen nach der Vermischung von Politik und Sport auf. Infantino, dessen Rolle eigentlich darin bestehen sollte, den Fokus auf den Sport zu lenken, wurde dabei als einer der aktivsten Akteure beobachtet. Trump nutzte die Gelegenheit, um sich im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen zu präsentieren – ein Schachzug, der innerhalb und außerhalb der Fußballwelt für Kritik sorgte. Die Gefahr besteht darin, dass die WM von ihrem eigentlichen Zweck, dem sportlichen Wettkampf, abgelenkt wird.

Almuth Schult, ehemalige deutsche Nationaltorhüterin, sprach sich in diesem Zusammenhang deutlich aus: „Der DFB sagt nach außen immer, man stehe für Respekt, Fairplay, Toleranz, Vielfalt und so weiter. Wenn etwas dagegen spricht, sollte man auch sein Wort erheben.“ Ihre Worte unterstreichen die Notwendigkeit, dass Sportverbände eine klare Linie vertreten und sich nicht von politischen Interessen instrumentalisieren lassen.

Jürgen Klinsmann hingegen, ebenfalls eine bekannte Stimme im deutschen Fußball, sieht die Sache pragmatischer: „Während des Turniers geht es nur darum, Leistung zu bringen und bestmöglich abzuschneiden – alles andere hätte außerhalb des WM-Betriebs stattfinden sollen.“ Diese Ansicht spiegelt die Forderung vieler Fans wider, die sich vor allem auf den Sport konzentrieren möchten.

Die WM-Partys in Boston zeigen, dass die Fans dennoch ausgelassen feiern. Die schottischen Fans haben die Stadt in eine riesige Partyzone verwandelt, mit Dudelsäcken, Kilts und schottischen Trikots. Die Red Sox-Fanartikel sind kaum noch zu sehen, stattdessen dominieren schottische Flaggen das Stadtbild. Ein Fest der Kulturen, das sich aber nicht von politischen Botschaften überlagern lassen sollte.

Verletzungspech beim us-team

Verletzungspech beim us-team

Während die Fans feiern, gibt es für das US-Team einen Dämpfer: Starspieler Christian Pulisic verletzte sich im Auftaktspiel gegen Paraguay und musste in der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Trainer Mauricio Pochettino äußerte sich besorgt über den Zustand des Spielers und betonte, dass kein unnötiges Risiko eingegangen werden solle. Ob Pulisic für die nächste Partie gegen Australien einsatzfähig sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Affäre um Oliver zeigt, dass auch hinter den Kulissen nicht alles reibungslos läuft. Der englische Schiedsrichter musste aufgrund einer Verletzung kurzfristig absagen, was zu einem Schiedsrichter-Tausch für das wichtige Spiel zwischen Elfenbeinküste und Ecuador führte. Ein Umstand, der zusätzlichen Druck auf die Schiedsrichtermannschaft setzt.

Die WM 2026 steht also vor vielen Herausforderungen. Neben dem sportlichen Wettbewerb müssen die Organisatoren auch die politischen Interessen im Blick behalten und sicherstellen, dass der Fokus weiterhin auf dem Spiel liegt. Denn am Ende des Tages zählt nur eines: der Fußball.