Trier schießt sich mit 17 dreiern in playoff-rausch, braunschweig sinkt tiefer

Die Gladiators Trier haben der Basketball-Bundesliga eine Warnung geschickt: 17 Dreffer von jenseits der Linie, 102 Punkte, ein Sieg, der die Playoff-Träume der Moselstädter plötzlich greifbar macht. Währenddessen rutscht Braunschweig nach einer weiteren Klatsche in Rostock immer tiefer in den Abstiegssumpf – der Glaube an den Klassenerhalt schwindet mit jedem Viertel.

Trier überrennt würzburg mit feuriger fernwurf-show

Clay Guillozet ließ es fünfmal regnen, seine Mitspieler zwölfmal. 55 Prozent Trefferquote von downtown – das ist keine Glückssträhne, das ist reine Präzision. Die Gladiators dominierten das Topspiel gegen Würzburg von der ersten Minute an, bauten ihre Führung im dritten Viertel auf bis zu 19 Punkte aus und ließen trotz eines leichten Nachlassens im Schlussabschnitt nie ernsthaft Gefahr aufkommen. Marcus Carr versuchte mit 25 Punkten als Topscorer der Gäste verzweifelt, das Blatt zu wenden. Vergeblich.

Die 102:90-Niederlage bremst Würzburg aus, Trier rückt dank des Sieges punktgleich auf. Die Tabelle lügt nicht: Die Moselstädter haben jetzt dieselbe Ausbeute wie die Unterfranken, nur eine Niederlage mehr auf dem Konto. Der siebte Platz ist zum Greifen nah.

Braunschweig findet sich im freien fall wieder

Braunschweig findet sich im freien fall wieder

Die BB Löwen Braunschweig? Sie spielen nicht mehr um Punkte, sie spielen um Würde. In Rostock kassierten sie die nächste Demontage: 78:98, nach einem 24-Punkte-Rückstand zur Halbzeit. Ex-Löwe TJ Crockett Jr. schlug mit 18 Zählern gnadenlos zu, seine ehemaligen Kollegen wirkten ideenlos und verletzbar. Kahami-Keane traf zwar 20 Punkte, aber das reicht nicht, wenn die Defensive wie ein Sieb wirkt.

Die Rostock Seawolves zeigten keine Nerven, spielten nach dem 20-Punkte-Start mit der Ruhe eines Teams, das weiß, dass der Gegner nicht mehr zurückschlägt. Für Braunschweig bleibt nur die trübe Gewissheit: Jede weitere Niederlage ist ein weiterer Schritt Richtung ProA.

Die Englische Woche hat ihre Geschichten geschrieben. Trier träumt laut, Braunschweig schweigt. Die Saison wird noch einige Köpfe rollen – und einige Träume zerplatzen lassen.