Trezeguet will lewandowski nach turin – und zieht vlahovic durch den kakao

David Trezeguet hat den Finger in die tiefste Wunde der Juventus gelegt. Der Rekord-Ausländer-Torschütze der Alten Dame fordert: Holt Robert Lewandowski – kostenlos, sofort, auch mit 37 Jahren. Gleichzeitig zerlegt er die aktuelle Sturmriege des Klubs. Sein Urteil über Dusan Vlahovic ist ein einziger Seufzer. „Nach fünf Jahren weiß man noch immer nicht, ob er ein Neuner für Juve ist.“

Trezeguet sieht in lewandowski den letzten echten 9er

Die Aussage kommt nicht von irgendwo. Trezeguet lebt in Buenos Aires, arbeitet an River-Plate-Projekten, verfolgt aber jeden Schritt seines alten Klubs. In der Gazzetta dello Sport legt er nach: Lewandowski sei „neben Haaland der letzte echte Stürmer“. 14 Tore in dieser Saison, obwohl er nicht immer spielte – das reicht Trezeguet als Beweis. „Er weiß, warum er nach Turin käme: Tore. Wenn nötig, trage ich ihn persönlich“, sagt der Franzose mit argentinischem Pass.

Die Forderung kommt zum perfekten Zeitpunkt. Lewandowskis Vertrag in Barcelona läuft aus, Juve sucht nach Wandlungsfähigkeit im Angriff. Die Zahlen sprechen für sich: 171 Pflichtspiel-Tore hat Trezeguet für Juve erzielt, kein Ausländer traf öfter. Wenn er sagt, Lewandowski sei auch mit 37 „eine Klasse für sich“, dann zählt das Gewicht einer Legende.

Vlahovic kassiert klatsche – und die neuzugänte auch

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Bei Vlahovic bleibt Trezeguet hart. 85,4 Millionen Euro Ablöse, fünf Jahre Vertrauen, aber keine klare Antwort. „Wenn man heute noch sagt, er sei vielversprechend, stimmt etwas nicht.“ Die Verletzung sei kein Argument – das Juve-Trikot verlange Profil, keine Ausreden.

Jonathan David und Lois Openda erwischen ebenfalls Saures. David habe sich mit seinem Tor-Versprechen „eine Dummheit“ geleistet, für die er nun bezahle. Openda habe in Leipzig nicht durchgesetzt – „und das ist nicht Bayern“. Die Botschaft: Juve brauche keine Projects, sonmdern Fertige. Lewandowski liefert die Rechnung auf: 14 Treffer, 0 Euro Ablöse, unendlich Erfahrung.

Die Konsequenz liegt auf dem Tisch. Statt auf Potenzial setzt Trezeguet auf Bewährtes – und auf einen Stürmer, der genau weiß, was es heißt, Tore zu liefern, wenn der Druck am lautesten ist. Für Juve könnte das der Unterschied zwischen Champions-League-Träumen und einer weiteren Saison des Zweifelns sein.