Tour de suisse: red bull-boss kritisiert crash – „einfach scheiße!
Die Tour de Suisse Women steht im Zeichen eines schweren Unfalls und der hitzigen Kritik von Red Bull-Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk. Nach dem Sturz von Urska Zigart, der die Slowenin offenbar schwer verletzt hat, übt Denk harsche Kritik an der mangelnden Sicherheit auf den Parcours und fordert eine grundlegende Überprüfung der Streckenplanung.

Ein speed bump als unfallursache?
Der Vorfall ereignete sich am Schlusskilometer der zweiten Etappe, als Zigart auf einer Fahrbahnschwelle, einem sogenannten Speed Bump, die Kontrolle über ihr Rad verlor und stürzte. Denk ließ wenig Zweifel daran, dass er die Ursache für den Sturz sieht: „Ich muss kein Profi sein, um zu wissen, dass das einfach scheiße ist“, so der 52-Jährige in einer Medienrunde.
Die Debatte um die Sicherheit im Radsport flammt erneut auf, nachdem bereits in den letzten Jahren zahlreiche Stürze zu Verletzungen geführt haben. Denk plädiert nicht für komplizierte Sicherheitskonzepte, sondern für eine einfache Lösung: „Ich würde mir wünschen, dass der normale Hausverstand bei der Planung der Strecken angewendet wird.“
Doch was bedeutet das konkret? Denk fordert eine Rückbesinnung auf die Grundlagen. Bevor man sich mit teuren Consulting-Dienstleistungen und hochkomplexen Maßnahmen beschäftigt, sollte man sicherstellen, dass die grundlegenden Regeln eingehalten werden. „Das Regelwerk wird definitiv nicht immer eingehalten, wenn man sich den einen oder anderen Zieleinlauf anschaut“, kritisierte er.
Die Folgen des Unfalls gehen über die unmittelbare Verletzung von Urska Zigart hinaus. Ihr Verlobter, Tadej Pogacar, erwägt nun, sein Höhentrainingslager in Isola 2000 vor den Tour de France ausfallen zu lassen, um seine Partnerin zu unterstützen und sich auf die anstehenden Rennen zu konzentrieren. Die Tour de France steht also auch emotional vor einer großen Herausforderung.
Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Kritik von Denk ernst nehmen und Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer zu gewährleisten. Denn eines ist klar: Sport soll Freude bereiten und Menschen verbinden, nicht zu Verletzungen und Leid führen.
