Tottenham zerrt de zerbi aus der pause – rettung soll vor dem abstieg kommen

London bebt. Tottenham Hotspur spürt den Atem der Championship, und die Lösung heißt Roberto De Zerbi. Nach dem 0:3 gegen Nottingham Forest und nur einem Punkt aus fünf Liga-Spielen unter Igor Tudor schlägt der Klub zu: Sofortgespräche mit dem italienischen Ex-Brighton-Coach laufen, ein Vertrag soll bis Saisonende mit Options-Klausel bei Klassenerhalt.

Warum tudor nur 63 tage dauerten

Der Kroate wurde am 14. Februar installiert als Notnagel nach Thomas Frank – und verlor sechs von sieben Pflichtspielen. Die Niederlage im Kellerduell gegen Forest war der Tiefschlag: Spurs rutschen auf Platz 18, drei Spieltage vor Saisonende vier Punkte hinter den rettenden Streifen. Tudor reiste nach dem Spiel ohne Pressekonferenz ab; sein Vater war gestorben, das Team stand unter Schock. Doach Mitgefühl zählt keine Punkte.

Die Geschäftsführung plant deshalb den dritten Trainerwechsel innerhalb eines Jahres. De Zerbi galt seit Februar als Sommer-Option, nun wird die Notlösung zur Primärmission. Der 44-Jährige ist vereinslos, kann sofort einsteigen und hat in England noch Hausverbot: Brighton erreichte unter ihm 2023 erstmals die Europa League, seine Anfangsphase dort war so spektakulär, dass selbst Pep Guardiola von „einer verschobenen Realität“ schwärmte.

Die kosten des abstiegs

Die kosten des abstiegs

Tottenham spielt in der Saison 2026/27 mit einem Etat von 260 Millionen Euro; bei Ligaabstieg drohen TV-Einnahmeeinbrüche von mindestens 120 Millionen plus Sponsoren-Bonusstreichungen. Die neue 1,2-Milliarden-Stadion-Finanzierung wackelt, sollte der Lizenzverlust drohen. Dagegen wirkt ein Trainergehalt von geschätzten fünf Millionen pro Jahr wie ein Schnäppchen – wenn es die Klasse rettet.

De Zerbi bekommt ein Angebot mit sofortiger Startoption und Ausstiegsklausel bei drohendem Abstieg. Alternativ könnte er ab Sommer neu beginnen – dann neben Mauricio Pochettino und Andoni Iraola. Doch die Spurs brauchen jetzt einen Architekten, nicht einen Planer. Am 12. April warten die Black Cats auf Sunderlands Stadium of Light. Vier Tage später folgt Everton. Beides Endspiele.

London wartet auf Antwort. De Zerbi schwieg zuletzt, nachdem er in Marseille nach 36 Spielen und Platz zwei in Ligue 1 sagte: „Ich brauche Luft.“ Die Luft in der Championship riecht nach Geldverlust und vergessenen Namen. Tottenham will verhindern, dass die eigene Geschichte dort endet. Die Uhr läuft – und die Spurs ticken laut.