Tottenham wirft tudor raus – und landet wieder bei de zerbi

London schlägt wieder zurück. Kaum hatte Igor Tudor seine Koffer ausgepackt, steht Tottenham Hotspur schon wieder ohne Coach da. Die Nachricht tröpfelte am Sonntag durch, eine Woche nach dem 0:3 gegen Nottingham, eine Woche nach dem Tod von Tudors Vater. Die nächste Rettungsmission läuft bereits – und das Ziel kennen wir: Roberto de Zerbi.

Der italiener, der nicht loslassen will

De Zerbi war schon im Februar Thema, als Tottenham Frank ziehen ließ. Damals lehnte er ab, weil er nach seinem Marseille-Exit lieber die Luft anhielt. Nun liegt er wieder auf dem Tisch, doch die gleichen Fragen bleiben offen: Will er wirklich mitten im Abstiegskampf einsteigen? Und passt sein Spiel überhaupt in eine Mannschaft, die seit Wochen nur noch reagiert?

Die Zahlen sprechen gegen ihn. 46 Jahre, kein einziger Bundesliga-Job, dafür ein Erbe aus Brighton, das ihn zum Guru hochstilisierte. Dort brauchte er drei Transferfenster, bis seine Ideen funktionierten. In Tottenham hat er vielleicht drei Wochen, bis Sunderland anreist. Wer riskiert da einen Philosophie-Crashkurs?

Dyche wartet im schatten

Dyche wartet im schatten

Sean Dyche weiß, wie man brennende Keller löscht. 54 Jahre, 181 cm, Stimme wie Schmirgelpapier. Er kennt die Premier-League-Schlachtfelder, hat Everton vor dem Abstieg gerettet und wurde trotzdem im Februar bei Nottingham freigestellt. Für Tottenham wäre er die Notlösung, aber vielleicht die einzige, die sofort funktioniert. Kein Ballbesitz-Fetisch, dafür Lunge und Zweikampf. Kein 4-2-3-1 mit falschen Neunen, dafür eine Mauer aus Köpfen.

Adi Hütter hat sich selbst rausgenommen. „Erst ab Sommer“, ließ er via APA verlauten. Klare Kante, österreichisch direkt. Bleibt die Frage: Wie tief darf Tottenham noch sinken, bevor jeder Trainer zu riskant wird? Am 12. April steht Sunderland an. Bis dahin tickt die Uhr. Und die Tabelle lügt nicht.