Toronto tempo schlägt la sparks – nyara sabally feiert historischen wnba-auswärtssieg
Die Nacht gehörte den Neuankömmlingen. Toronto Tempo, noch keine zwei Monate alt, schockte die Los Angeles Sparks mit 106:96 und buchte den ersten Auswärtserfolg der Franchise-Geschichte. Nyara Sabally steuerte sieben Punkte, vier Rebounds und vier Assists bei – keine All-Star-Line, aber mitreißend effizient in ihren 19 Minuten.
Brittney sykes trifft wie entfesselt
Die 28-jährige Shooting-Guard war die Zündschnur. 38 Punkte, 13/18 Feld, 9/9 Freiwürfe – Zahlen, die selbst im offensivverrückten Tempo-System nachhallen. „Wir wussten, dass LA uns nach der 99:95-Niederlage vor drei Tagen nicht zweimal abschießen lässt“, sagte Sytes nach dem Spiel. „Also haben wir sie einfach früher erledigt.“
Der Schlüssel lag an der Linie. Toronto versenkte 39 von 42 Freiwürfen (93 %), ein Wert, der in der WNBA-Historie nur vier Mal übertroffen wurde. „Wir schießen jeden Tag 200 Stück nach dem Training“, verrät Coach Noelle Quinn. „Heute haben die Jungs das Pensum mitgenommen.“

Saballys lernkurve steil nach oben
Für die 1,96 m große Deutsche war es erst das vierte WNBA-Spiel. Sie spielte energische Help-Defense, kickte den Ball aus dem Pick-and-Roll heraus und störte Liz Cambys Post-Ups mit klugen Double-Teams. „Nyara versteht ihre Rolle“, sagt Quinn. „Sie muss nicht jede Nacht 15 Punkte machen. Sie muss Platz schaffen und den Ball sauber bewegen – das tut sie.“
Die Statistik bestätigt: plus/minus +12, zweitbester Wert der Tempo-Rotation. Ihre Schwester Satou, die in Dallas bereits All-Star ist, schickte via Instagram ein fünfflammendes „Let‘s go!“ – begleitet von einem deutsch-amerikanischen Emoji-Regen.

Tempo wechselt weiterhin sieg und niederlage
Nach vier Spielen die Bilanz: 2-2. Das Muster ist bisher ein Pendel. Doch der Sieg in Los Angeles könnte das Momentum festnageln. Die kommenden Gegner: Washington (Heim) und Chicago (Auswärts), beide Teams mit aktuell negativer Bilanz. Eine 4-2-Bilanz nach der ersten Road-Trip wäre für eine Expansion-Franchise ein Statement.
Die Liga schaut nach Kanada. Tickets für das Heimspiel am Samstag gegen die Mystics waren innerhalb von 18 Stunden ausverkauft. Die Air Canada Centre wird mit 19.800 Zuschauern kochen. „Wir spüren den Hype“, sagt Sabally. „Aber Hype bringt keine Siege. Wir wollen eine Serie starten.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: wer 93 % an der Linie trifft und 38 Punkte aus dem Backcourt kassiert, der fliegt nicht nur nach Hause – der fliegt obenauf. Toronto ist angekommen. Die WNBA auch.
