Toni entlarnt gasperini: „in rom fragt man nicht nach vinicius!“

Rom – Der Streit zwischen Claudio Ranieri und Gian Piero Gasperini hält die Fußballwelt in Atem. Während die Diskussion um die taktischen Ausrichtungen und die Kaderplanung der AS Roma weiterwährt, schaltet sich nun auch Luca Toni, ehemaliger Stürmerstar der Giallorossi, in die Debatte ein – und lässt es deutliche Worte finden.

Gasperinis führung: eine gratwanderung in der ewigen stadt

Gasperinis führung: eine gratwanderung in der ewigen stadt

Toni, in einem Interview mit dem Podcast „Cose Scomode“, kritisierte Gasperinis Auftreten in Rom scharf. Der Ex-Fiorentina-Stürmer argumentiert, dass der Erfolg in einer Stadt wie Rom, die eine enorme Erwartungshaltung mit sich bringt, von einer klaren Anpassung an die vorhandenen Spieler abhängt. „In Rom kann man sich nicht erlauben, nach Spielern zu fragen, die man nicht hat, so wie Vinicius“, betonte Toni. „Man muss mit dem arbeiten, was man hat.“

Die frühe Kritik des Trainers an seinen Angreifern, insbesondere an dem Top-Torjäger der Liga, Taiwo Awoniyi, wird von Toni als Fehltritt gewertet. „Diese Aussagen waren unnötig und haben die Spieler verunsichert. Ein Trainer sollte seine Spieler unterstützen, nicht ‚töten‘“, so Toni.

Die Erwartungen an die Roma waren hoch, und Toni räumt ein, dass der anfängliche Enthusiasmus in die Irre geführt hat. „Die Roma muss in der Champions League spielen, aber es war auch ein Problem des anfänglichen Übermuts. Dann machen sich alle gegenseitig Vorwürfe, zwischen Verein und Trainer.“ Die eigentliche Ursache sieht Toni jedoch in der mangelnden Investitionsbereitschaft der Eigentümer. „Die Eigentümer haben nie wirklich in einen Titelgewinn investiert“, stellte Toni fest.

Es ist ein deutliches Urteil des ehemaligen Angreifers, das die Diskussion um die Zukunft von Gasperini in Rom weiter anheizt und die Frage aufwirft, ob der Trainer in der Lage sein wird, die hohen Erwartungen der Fans und der Vereinsführung zu erfüllen, ohne auf spektakuläre Neuzugänge zu setzen.