Titelkampf entschieden, drama bleibt: winterthur gegen gc wird zum abstiegs-endspiel

Der FC Thun feiert bald Meister, doch die Super League kocht weiter. In zwei Spielen wird die Liga geteilt – und wer unten landet, entscheidet sich erst in 180 Minuten. Der 32. Spieltag liefert Spitzenfußball, der 33. einen K.o.-Schlag.

Basel gegen yb: letzter zug für die berner

Am Donnerstagabend empfängt der FC Basel die Young Boys. Ein Blick auf die Tabelle reicht: Sechs Punkte trennen die Berner von Rotblau. Verliert YB in der St. Jakob-Arena, ist Rang vier nur noch rechnerisch erreichbar. Trainer Joel Magnin spricht von „Final-Charakter“, doch in Wahrheit ist es eine Falle. Die Bebbi haben die Europa-League-Plätze fest im Blick, für YB beginnt die Zitterpartie. Das Letzte, was die Berner brauchen, ist ein Rückstand zur Pause – dann explodiert die Kurve.

Dieselbe Paarung steht auch am 33. Spieltag in Thun an. Das ist kein Zufall. Die Liga legt sich ihre Thriller selbst. Gewinnt Basel an beiden Tagen, ist Platz zwei gebucht. Verliert YB zweimal, droht ein Frühjahrs-Debakel mit Cup-Halbfinale.

Lugano nutzt heimrecht gegen den neuen meister

Lugano nutzt heimrecht gegen den neuen meister

Während Basel und YB gegeneinander prügeln, schraubt Lugano gegen den FC Thun die internale Schraube fest. Die Tessiner jagen Rang zwei, Thun kann endlich ohne Druck spielen. Trainer Davide Nicola wird rotieren, trotzdem ist Luganos 3-5-2 gegen die Uhr geeicht. Ein Sieg würde den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen – und die letzte Runde zur Offenbarung machen.

Winterthur gegen gc: fünf punkte sind keine rente

Winterthur gegen gc: fünf punkte sind keine rente

Am Sonntagmittag ballert es auf der Schützenwiese. Der FC Winterthur empfängt den Grasshopper Club. Derzeit fünf Punkte Vorsprung für die Zürcher, doch die Formkurve zeigt nach unten. Mischa Hediger hat mit seinem Sieg gegen Thun Selbstvertrauen getankt, doch die Abwehr wackelt seit Wochen. Verliert GC, schrumpft der Abstand auf zwei Zähler. Dann reicht Winterthur am letzten Tag ein Remis – und der Rekordmeister rutscht in die Barrage.

Die Statistik spricht für die Eulachstädter: In den letzten drei Heimspielen blieb GC ohne Tor. Doch Zahlen lügen nie, nur manchmal zu spät. Das letzte Aufeinandertreffen endete 0:3 für Winterthur. Das war im Cup, das war ein Warnschuss.

Servette und luzern: das vergessene finale

Servette und luzern: das vergessene finale

Während alle über Basel, YB und GC reden, fallen Servette und Luzern unter den Tisch. Die Romands wollen mit einem Dreier gegen Luzern den Anschluss an die Top vier wahren. Die Innerschweizer wiederum haben die Relegation noch nicht abgeschrieben. Ein Sieg in Genf würde die Lücke auf drei Punkte verkürzen – und den Druck auf GC erhöhen. Das Spiel ist das Schlupfloch, das niemand auf dem Radar hat.

Der Cup entscheidet mit. Gewinnt St. Gallen das Finale, rückt Platz vier nach Europa nach. Das würde YB retten, Basel nerven – und die Barrage für GC noch teurer machen. Die Liga ist geteilt, die Dramatik nicht.