Tiger woods nach crash wieder vor gericht – diesmal droht ihm der masters-rauswurf

Um 7:18 Uhr Ortszeit schlitterte der Geländewagen über den Asphalt, um 15:18 Uhr saß der 15-fache Major-Sieger bereits hinter Gittern. Tiger Woods, 50, wurde in Florida wegen „driving under the influence“ festgenommen – kein Alkohol, aber ein Verdacht, der seine ohnehin bröckelnde Karriere noch einmal ins Wanken bringt.

Kein promillewert, dafür ein leerer blick

Die Beamten fanden Woods schlafend am Steuer, den Fuß noch auf dem Gas. Der Atemalkoholtest zeigte null, doch der Urintest wurde verweigert. „Lethargisch, reaktionslos“, so Sheriff John Budensiek. Die Spur führt zu verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln – jene Chemie, mit der der Superstar seit seiner Beinverletzung von 2021 über Wasser hält. Die Anklage lautet: fahrender Zustand nach Einflussnahme sowie Verweigerung einer körperlichen Untersuchung. Die Kaution: 500 Dollar. Die verbrachte Zeit: acht Stunde in einer Zelle des Martin County.

Die Dashcam fängt alles ein: Woods will überholen, der Vordermann biegt ab, der Trailerpferder-Anhänger kratzt die Stoßstange, der SUV kippt seitlich, rutscht 60 Meter quer über den Palm Beach Boulevard. Glück im Unglück – niemand verletzt, nicht einmal Woods selbst. Doch das Video ist bereits in den Händen der Staatsanwaltschaft.

Masters-comeback vor dem aus?

Masters-comeback vor dem aus?

Noch vor fünf Tagen ließ Woods durchblicken, er wolle in Augusta aufschlagen. „Ich liebe dieses Turnier, ich werde dort sein“, sagte er der Golf Channel-Kamera. Jetzt droht dem fünfmaligen Masters-Sieger ein Einreiseverbot in den Club, wenn die Anklage bestehen bleibt. Die PGA-Tour schweigt bislang, aber intern kursiert ein Memo: „Zero-tolerance-Politik gilt auch für Legenden.“

Die Timeline wird zur Falle: Am Dienstag noch Demonstrationsschläge in der Indoor-Liga, am Donnerstag Früh der Rückschlag. Woods’ Körper, seit der Rücken-OP im Herbst 2025 ohnehin ein offenes Bauwerk, bekommt nun auch den Imageschaden zu spüren. Sponsoren wie Bridgestone und Monster Energy verlangen laut Insidern „umgehende Aufklärung“.

2021 rettete ihn das Airbag, 2025 könnte ihn das Urteil aus dem Augusta-Portier-Club werfen. Die Ironie: Wer einst das Green in Rekordzeit eroberte, steht nun mit einem Bein außerhalb des Fairways. Die nächste Anhörung ist für den 14. April terminiert – zwei Tage vor der ersten Runde der US-Masters. Woods wird erscheinen müssen, das Protokoll verlangt es. Ob auch sein Name dann noch auf dem Startzettel steht, entscheidet nicht das Handicap, sondern ein Gericht.