Tietz schweigt die kritiker: doppelpack katapultiert mainz zum sieg!
Phillip Tietz hat mit einem fulminanten Doppelpack bei der 2:1-Erfolgspartie gegen Hoffenheim für Aufsehen gesorgt und damit die letzten Zweifel an seiner Verpflichtung im Winter im Keim erstickt. Der Stürmer, der vom FC Augsburg kam, bewies, dass er nicht nur ein Faktor im Angriff ist, sondern auch eine wichtige Stütze für die Mainzer Mannschaft.

Ein kleines bildchen, große wirkung
Doch hinter dem Erfolg steckt mehr als nur Talent. Tietz trug im Schienbein ein kleines Bild seiner Tochter Mavie-Lou, ein Glücksbringer, den sie ihm selbst mitgegeben hatte. Nach dem Schlusspfiff sausten die Kleine und ihre Mutter gemeinsam durch die Interview-Zone – ein Bild, das die Bedeutung der Familie für den Spieler unterstreicht. Es ist ein Detail, das zeigt, wie viel ihm diese Unterstützung bedeutet und ihm zusätzliche Kraft gab.
Nach einer torlosen Durststrecke von acht Spielen, in der Tietz unter dem Druck stand, seine Ablöse von vier Millionen Euro zu rechtfertigen, zeigte er nun, was in ihm steckt. Sportdirektor Niko Bungert betonte, dass man intern nie an ihm gezweifelt habe: “Er reißt sich für uns alle gewaltig rein, wertet unser Spiel auf und hilft uns von Tag eins an. Das lässt sich nicht nur an Toren messen.”
Trainer Urs Fischer hatte Tietz zuvor mit einem Motivationsvideo aufmuntert, das positive Szenen aus den vergangenen Wochen zeigte, in denen er zwar gut gespielt, aber keinen Treffer erzielt hatte. “Er musste hartes Brot essen, von außen kommt dann auch ein bisschen Druck”, erklärte Fischer und fügte hinzu: “Wir haben ihm mit auf den Weg gegeben, dass er bei seinem Spiel bleiben soll.” Dieser Ratschlag scheint sich ausgezahlt zu haben.
Die beiden Tore, die Tietz in der 13. und 79. Minute erzielte, resultierten aus präzisen Flanken von Phillipp Mwene. Es war nicht nur ein Doppelpack, es war ein Statement. Ein Statement, dass Tietz sich nicht unterkriegen lässt und bereit ist, die Drecksarbeit zu machen. Seine Entschlossenheit und sein Siegeswille sind ansteckend.
Tietz selbst sprach nach dem Spiel von einer emotionalen Achterbahnfahrt: “Die Leidenszeit ist nicht spurlos an mir vorübergegangen.” Szenen wie die vergebenen Chancen gegen Stuttgart quälten ihn, er schaute sie sich immer wieder an, um daraus zu lernen. “Ich messe mich auch an Toren”, gestand er. Der heutige Erfolg ist für ihn daher umso süßer.
Mit seinem Glücksbringer im Stutzen und der Unterstützung seiner Familie hat Phillip Tietz bewiesen, dass er ein Gewinn für Mainz 05 ist. Er hat sich selbst und den Fans einen großen Gefallen getan.
