Ziereis' comeback: vilzings hoffnungsträger kämpft um die rückkehr
Die Regionalliga Bayern bangt mit: Markus Ziereis, die vielversprechende Verstärkung der DJK Vilzing, steht vor einer weiteren Zerreißprobe. Ein schwerer Kreuzbandriss hat dem Stürmer seit seinem Wechsel im Sommer 2025 das Leben schwer gemacht, doch der gebürtige Rodinger gibt die Hoffnung auf eine Rückkehr auf den Rasen nicht auf.
Ein transfer voller erwartungen, ein traum, der platzte
Als im vergangenen Sommer der ehemalige Profi Markus Ziereis an den Huthgarten kam, war die Euphorie in Vilzing riesig. Der 33-Jährige, der bereits in der 3. Liga Erfahrungen sammeln konnte, sollte der Schlüssel zum Erfolg für den einzigen Regionalligisten aus der Oberpfalz werden. Doch der Traum vom Durchstart in Bayern gehorchte nicht. Ein verhängnisvoller Testspielsieg gegen die SpVgg SV Weiden im Juli 2025 besiegelte das vorläufige Ende seiner Vilzinger Karriere: Ein Kreuzbandriss, verbunden mit Innenbandrisse und Meniskusschäden, zwang den Angreifer zu einer langen Leidenszeit.
Die Verletzungsgeschichte von Ziereis ist nur ein Teil einer beunruhigenden Serie. Bereits zuvor hatten Martin Tiefenbrunner und Jakob Zitzelsberger schwere Kreuzbandrisse erlitten, und im Frühjahr 2026 setzte eine veritable Personalmisere im Angriff zu. Erol Özbay, Daniel Steininger, Benedikt Fischer und kurzzeitig auch Andreas Jünger fielen aus, wodurch die DJK Vilzing vor enorme Herausforderungen gestellt wurde. „So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal“, kommentierte Trainer Thorsten Kirschbaum kopfschüttelnd die Lage.

Eine karriere zwischen löwen und darmstadt
Ziereis blickt auf eine beachtliche Profikarriere zurück. Nach seiner Jugendzeit spielte er ab 2010 für 1860 München, wechselte 2013 zum FSV Frankfurt und war im ersten Halbjahr 2014 bei SV Darmstadt 98 aktiv. Es folgten zwei Jahre beim Chemnitzer FC, gefolgt von einer Rückkehr zu den Löwen und anschließend drei Jahren bei der SpVgg Bayreuth. Sein Engagement beim VfB Oldenburg endete 2025, bevor er schließlich in seiner Heimat Oberpfalz bei Vilzing anheuerte.
95 Drittliga-Spiele, zahlreiche Trophäen als Torschützenkönig – Ziereis ist ein erfahrener und torgefährlicher Stürmer, dessen Fehlen im Vilzinger Angriff deutlich zu spüren war. Seit Anfang März trainiert er zwar individuell, doch die Teilnahme am Mannschaftstraining steht noch aus. „Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden“, so Ziereis, „aber eine Prognose, wann ich wieder spielen kann, ist schwer zu stellen.“
Die Vilzinger Fans hoffen nun, dass Ziereis im Sommer 2026, bei Beginn der neuen Vorbereitungsphase, wieder voll einsatzfähig sein wird. Die Qualität des Stürmers ist unbestritten, aber er benötigt Zeit, um vollständig zu genesen und seinen Wunsch zu erfüllen, für Vilzing zu spielen.
Denn eines ist klar: Mit einem fitten Markus Ziereis im Sturm würde die DJK Vilzing deutlich erfolgreicher dastehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und die Anhänger des Huthgarten-Kickers dürfen sich auf den Tag freuen, an dem der erfahrene Angreifer endlich sein erstes Pflichtspiel-Tor für Vilzing erzielt.
