Ziereis' comeback: vilzing bangt mit, doch geduld ist gefragt
Die DJK Vilzing hatte große Pläne, als sie im Sommer 2025 Markus Ziereis, einen erfahrenen Angreifer mit Drittliga-Vergangenheit, unter Vertrag nahm. Doch ein schrecklicher Kreuzbandriss kurz nach seinem Wechsel hat den einstigen Hoffnungsträger ausgebremst und die Vilzinger Offensive vor große Herausforderungen gestellt.
Ein holpriger start und ein schwerer rückschlag
Der gebürtige Rodinger, der seine Karriere bereits bei 1860 München, FSV Frankfurt, SV Darmstadt 98, Chemnitzer FC, SSV Jahn Regensburg und SpVgg Bayreuth sowie beim VfB Oldenburg durchlaufen hat, sollte die Offensive der Vilzinger verstärken und den einzigen Regionalligisten aus der Oberpfalz zu neuen Erfolgen führen. Doch der Traum platzte abrupt im Juli 2025, als sich Ziereis im Rahmen eines Testspiels gegen die SpVgg SV Weiden schwer am Knie verletzte. Ein Kreuzbandriss, Innenbandrisse und ein beschädigter Meniskus – die Diagnose war niederschmetternd.
Die Verletzung reihte sich in eine lange Liste von Personalausfällen im Vilzinger Angriff ein. Bereits zuvor hatten Martin Tiefenbrunner, Jakob Zitzelsberger, Erol Özbay, Daniel Steininger, Benedikt Fischer und Andreas Jünger mit Verletzungen zu kämpfen. Trainer Thorsten Kirschbaum hatte bereits kopfschüttelnd kommentiert: „So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal.“

Hoffnungsschimmer und ein langer weg zurück
Trotz der schwierigen Situation hält man im Lager der DJK Vilzing an der Hoffnung auf Ziereis' Rückkehr fest. Der 33-Jährige selbst hat erklärt, seine Karriere nicht so beenden zu wollen und ist seit Anfang März individuell im Training. „Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden“, so Ziereis, „aber am Mannschaftstraining kann ich noch nicht teilnehmen.“
Ziereis’ Bilanz spricht für sich: 95 Drittliga-Spiele und zahlreiche Trophäen als Torschützenkönig zeugen von seiner Klasse. Im Manfred-Zollner-Stadion ist er regelmäßig als Zuschauer zu sehen, ein Zeichen seiner Verbundenheit zum Verein und seiner Entschlossenheit, wieder auf dem Platz zu stehen.
Die Vilzinger Fans dürfen sich jedoch auf einen langen Atem einstellen. Ziereis selbst gibt zu, dass eine Prognose schwierig sei und Zweikämpfe sowie Mannschaftstraining noch tabu sind. Fest steht: Sein comeback wird sich um mindestens ein Jahr verzögern.
Es bleibt zu hoffen, dass Ziereis seine Fitness zurückgewinnt und seine Erfahrung und Torgefahr in den Dienst der DJK Vilzing stellen kann. Denn eines ist klar: Die Vilzinger Offensive braucht dringend einen Leistungsträger wie ihn, um im Kampf um die Meisterschaft mitzuhalten. Er wird die nötige Zeit bekommen, um wieder voll einsatzfähig zu sein. Das ist die Verpflichtung des Vereins und der Fans.
