Ziereis' comeback in vilzing: geduld gefragt!
Die Hoffnung stirbt zuletzt – und in Vilzing keimt sie neu auf, wenn auch mit einer gehörigen Portion Geduld. Markus Ziereis, der im Sommer für viel Aufsehen sorgte, kämpft weiterhin mit den Folgen eines Kreuzbandrisses, der seine erste Saison im Trikot der DJK Vilzing abrupt beendete.
Ein hoffnungsträger am boden
Als ehemaliger Profi vom 1860 München und weiteren Klubs wie dem FSV Frankfurt, SV Darmstadt 98 und dem Chemnitzer FC, wurde Ziereis als Schlüsselspieler für den einzigen Regionalligisten aus der Oberpfalz gehandelt. Die Freude bei Fußball-Abteilungsleiter Roland Dachauer war groß, als der erfahrene Stürmer im Sommer 2025 an den Huthgarten zurückkehrte – eine Heimkehr ins beschauliche Cham. Doch das Schicksal nahm seinen Lauf: Ein schwerer Kreuzbandriss im Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden am 12. Juli 2025 beendete Ziereis' Debüt vorerst.
Die Verletzung war verheerend: Kreuzband, Innenband gerissen, der Meniskus beschädigt. Und er war nicht allein. Martin Tiefenbrunner, Jakob Zitzelsberger und weitere Angreifer – Erol Özbay, Daniel Steininger, Benedikt Fischer und kurzzeitig Andreas Jünger – fielen im Laufe der Saison ebenfalls mit Verletzungen aus. „So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal“, kommentierte Trainer Thorsten Kirschbaum die Situation kopfschüttelnd. Die Angriffslinie der Schwarz-Gelben war kaum zu halten.

Der blick nach vorne: ein jahr später
Ziereis selbst gibt sich kämpferisch. „Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden“, erklärte er kürzlich. Seit März trainiert er individuell, doch das Mannschaftstraining ist noch nicht möglich. Seine Zielsetzung ist klar: Spätestens mit Beginn der Sommervorbereitung Ende Juni 2026 soll er wieder einsatzbereit sein. Ein Zieldatum, an das sich der 33-Jährige jedoch nicht festnageln möchte. Zweikämpfe und das volle Mannschaftstraining sind noch tabu.
Die Fans und der Verein dürfen sich jedoch aufwarten lassen. Ziereis, der bereits dreimal den Aufstieg in die 3. Liga feierte und 95 Drittliga-Spiele bestritt, ist ein Spieler von Format. Seine Erfahrung und sein Torinstinkt könnten Vilzing den entscheidenden Boost verleihen. Die Qualität des Stürmers ist unbestritten, doch er braucht Zeit – Zeit, um wieder vollkommen fit zu werden und seine Rückkehr zu einem Erfolg werden zu lassen. Die Anhänger sollten ihre Erwartungen dämpfen, aber sich gleichzeitig auf das erste Pflichtspiel-Tor freuen.
Es bleibt abzuwarten, ob Ziereis im kommenden Sommer tatsächlich wieder auf dem Platz stehen kann. Fest steht jedoch: Vilzing braucht seine Torgefahr. Und der Stürmer selbst will seine Karriere nicht so beenden. Ein spannendes Kapitel in der Geschichte der DJK Vilzing steht bevor.
