Ziereis' comeback in vilzing: ein jahr der geduld?

Die Regionalliga Bayern hält die Atem an: Markus Ziereis, die Hoffnungsträger für die DJK Vilzing, wird seine Rückkehr auf den Rasen wohl länger als erwartet warten müssen. Ein Kreuzbandriss im Sommer 2025, der den ehemaligen Profi-Stürmer ausbremste, verzögert seinen Einsatz weiterhin.

Ein hoffnungsträger, der fiel

Mit großen Erwartungen wurde Ziereis im Sommer 2025 vom einzigen Regionalligisten der Oberpfalz verpflichtet. Der 33-Jährige, der aus dem Landkreis Cham stammt, sollte der Motor der Offensive werden. Doch das Schicksal schlug zu: Im Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden verletzte sich Ziereis schwer am Knie, ein Kreuzbandriss, der seine Karriere vorerst stoppte. Die Enttäuschung im Vilzinger Lager war groß, denn die Fans und das Team hatten sich viel von dem erfahrenen Angreifer erhofft.

Die Verletzungsgeschichte von Ziereis ist nur ein Teil einer bemerkenswerten Misere. Martin Tiefenbrunner und Jakob Zitzelsberger hatten ebenfalls Kreuzbandrisse erlitten, und im Frühjahr 2026 fielen zusätzlich Erol Özbay, Daniel Steininger, Benedikt Fischer und kurzzeitig auch Andreas Jünger mit verschiedenen Verletzungen aus. Trainer Thorsten Kirschbaum konnte nur den Kopf schütteln: „So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal.“

Eine karriere voller höhen

Eine karriere voller höhen

Ziereis blickt auf eine beeindruckende Profikarriere zurück. Zwischen 2010 und 2017 spielte er zweimal für 1860 München, danach für den FSV Frankfurt, SV Darmstadt 98, Chemnitzer FC, SSV Jahn Regensburg und die SpVgg Bayreuth sowie zuletzt für den VfB Oldenburg. 95 Drittliga-Spiele und zahlreiche Trophäen als Torschützenkönig belegen seine Klasse. Er ist ein Spieler, der weiß, wo das Tor steht, und dessen Erfahrung dem Vilzinger Team unweigerlich guttun würde.

Die Geduld wird belohnt werden müssen. Der Stürmer selbst äußert sich zufrieden mit seinem Genesungsverlauf, trainiert individuell, kann aber noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. „Es ist schwer, eine Prognose zu stellen, wann ich wieder spielen kann“, so Ziereis. Sein Ziel ist klar: Er will spätestens mit Beginn der Sommervorbereitung 2026 wieder auf dem Platz stehen.

Die Fans der DJK Vilzing hoffen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Eine weitere Verzögerung würde die Situation für den Verein zusätzlich erschweren, insbesondere da die Offensive bisher Schwierigkeiten hatte, konstant zu treffen. Doch die Qualität von Ziereis ist unbestritten, und die Vilzinger werden ihm die Zeit geben, die er benötigt, um wieder zu alter Stärke zu finden.

Es bleibt abzuwarten, ob Ziereis im kommenden Sommer tatsächlich sein Comeback feiern kann. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, und im Manfred-Zollner-Stadion wird man ihn weiterhin als Zuschauer auf der Tribüne sehen – stets bereit, seine Mannschaft anzufeuern und auf den Moment zu warten, in dem er endlich wieder das Trikot der DJK Vilzing tragen kann.