Ziereis' comeback: hoffnungsschimmer trotz kreuzbandriss?

Die Regionalliga Bayern bangt mit: Markus Ziereis, der gehypte Angreifer der DJK Vilzing, kämpft weiterhin mit den Folgen eines Kreuzbandrisses. Was aussah wie ein Neuanfang in der Heimat, verzögerte sich dramatisch – doch der Stürmer gibt nicht auf.

Ein sommer der enttäuschung für vilzing

Als im Sommer 2025 die Verpflichtung des erfahrenen Markus Ziereis bekannt wurde, überschlugen sich die Vilzinger Vereine vor Freude. Der ehemalige Profi, der aus dem Landkreis Cham stammt, sollte der Mannschaft um Trainer Thorsten Kirschbaum neuen Schwung geben und die Offensive verstärken. Doch das Schicksal nahm seinen Lauf: Bereits in der Sommervorbereitung erlitt Ziereis im Testspiel gegen die SpVgg SV Weiden einen verheerenden Kreuzband- und Innenbandriss mit Meniskusschaden. Ein bitterer Schlag für den Verein und den 33-jährigen Stürmer.

Die Verletzungsmisere der DJK Vilzing reichte jedoch weit über Ziereis' Ausfall hinaus. Martin Tiefenbrunner, Jakob Zitzelsberger – auch sie fielen mit Kreuzbandrissen aus. Hinzu kamen im Frühjahr 2026 weitere Personalausfälle in der Angriffsabteilung, sodass Trainer Kirschbaum regelmäßig auf eine komplett veränderte Aufstellung verzichten musste. “So viel Verletzungspech, das ist einfach nicht normal”, kommentierte er kopfschüttelnd die Lage.

Eine karriere voller höhen und tiefen

Eine karriere voller höhen und tiefen

Ziereis blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Ab 2010 spielte er für 1860 München, wechselte später zum FSV Frankfurt und SV Darmstadt 98. Stationen in Chemnitz und Regensburg folgten, bevor er 2023 zum VfB Oldenburg zog. Seine Zeit bei den Löwen München ist besonders prägend: Zweimal trug er das Trikot der Sechziger und sammelte in 95 Drittliga-Spielen wertvolle Erfahrungen. Er ist ein solider Spieler, der immer für Tore gut war.

Seine Rückkehr nach Vilzing war ein emotionaler Moment für alle Beteiligten. Roland Dachauer, der Fußball-Abteilungsleiter, hatte sich lange um die Verpflichtung des gebürtigen Rodingers bemüht. Die Fans waren begeistert – ein Hoffnungsträger sollte in die Oberpfalz zurückkehren.

Die hoffnung lebt – aber vorsicht ist geboten

Die hoffnung lebt – aber vorsicht ist geboten

Ziereis selbst gibt die Hoffnung nicht auf. “Mit dem Genesungsverlauf bin ich soweit zufrieden”, erklärte er kürzlich. Seit März trainiert er individuell, nimmt aber noch nicht am Mannschaftstraining teil. Ein Einsatz im Sommer 2026 ist sein Ziel, doch er warnt: “Zweikämpfe und Mannschaftstraining sind noch tabu.”

Die Vilzinger Fans dürfen sich also noch gedulden. Die Qualität des Stürmers ist unbestritten, aber es wird Zeit brauchen, bis er wieder voll einsatzfähig ist. Ob er tatsächlich schon in der kommenden Saison für die DJK Vilzing stürmen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Hoffnung auf sein comeback ist groß, aber die Erwartungen sollten realistisch sein.

Die Vilzinger Verantwortlichen hoffen nun, dass Ziereis‘ Erfahrung und Torgefahr die Mannschaft im Kampf um die Tabellenplätze unterstützen können – sobald er wieder auf dem Platz steht. Denn eines ist klar: Ein Stürmer von Ziereis‘ Kaliber kann den Unterschied ausmachen.