Viviano schießt gegen ranieri: „keine göttliche führerrolle bei roma“
Rom – Der ehemalige Torwart Emiliano Viviano hat in einer scharfen Kritik die Arbeit von Cheftrainer José Ranieri beim AS Rom in Frage gestellt. In einer Direktübertragung auf Sportium.fun äußerte sich Viviano unmissverständlich zur aktuellen Situation und warf dem Coach vor, eine unrealistische Erwartungshaltung an seinen Assistenten Gian Piero Gasperini zu haben.

Gasperini ist kein mann für leichte direktiven
Viviano ließ wenig Zweifel daran, dass er die Herangehensweise Ranieris für falsch hält. „Ranieri ist kein Gott“, betonte der frühere Schlussmann. „Zu glauben, man könne Gasperini einfach so lenken und ihn zu einem ‚Lamm‘ formen, das man nach Belieben dirigiert, ist absurd.“ Er wies darauf hin, dass Gasperini ein erfahrener Trainer mit 67 Jahren sei, der stets eigene Vorstellungen vertrete und in der Vergangenheit regelmäßig mit Sportdirektoren aneinandergeraten habe. „Aber gerade in diesen Auseinandersetzungen schaffte er es immer wieder, Wunder zu vollbringen – Spieler zu fördern, ihnen zu einem Marktwert von 0 auf 50 Millionen Euro zu verhelfen und sogar die Europa League zu gewinnen.“
Der Tenor: Wer Gasperini holt, muss auch seine Eigenheiten akzeptieren. „Wenn man ihn engagiert, muss man wissen, was man von ihm erwarten kann und bereit sein, gewisse Dinge in Kauf zu nehmen. Ansonsten sollte man sich lieber einen Trainer aussuchen, der leichter zu handhaben ist.“ Die Äußerungen Vivianos werfen ein Schlaglicht auf die schwierige Dynamik innerhalb des Trainerstabs und die Herausforderungen, die mit der Integration eines so eigenständigen Trainers wie Gasperini verbunden sind. Es bleibt abzuwarten, ob Ranieris Führungskonzept in der Lage ist, die unterschiedlichen Persönlichkeiten unter einen Hut zu bringen und den Erfolg des AS Rom zu gewährleisten.
Die Roten aus Rom stehen somit vor der Notwendigkeit, ihre interne Kommunikation und das gegenseitige Verständnis zu verbessern, um das volle Potenzial des Kaders auszuschöpfen und die gesteckten Ziele zu erreichen. Vivianos deutliche Worte sollten als Weckruf dienen, bevor die Probleme eskalieren und die sportliche Entwicklung gefährden.
