Schweiz droht italienisches schicksal: nachwuchs-alarm in der super league!

Ein Schock für alle Schweizer Fussballfans: Während Italien zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft verpasste, war die Schweiz seit 2006 in Deutschland dabei. Doch diese Erfolgsgeschichte könnte bald enden, warnt der ehemalige SFV-Techniker Laurent Prince – und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Die Gefahr ist real: Die Schweiz könnte bald das Schicksal Italiens teilen.

Weniger einsatzminuten für schweizer talente als je zuvor

Laurent Prince, einst Technischer Direktor des SFV und später Chefscout beim FC Luzern, schlägt Alarm. Seine Sorge: Die Super League-Klubs setzen immer weniger auf junge, einheimische Talente. Die aktuelle Saison zeigt einen erschreckenden Trend: Durchschnittlich werden pro Team und Spiel nur noch 74 Minuten an Spieler vergeben, die für die Schweizer U21-Nationalmannschaft in Frage kommen – ein dramatischer Rückgang gegenüber den 145,11 Minuten in der Saison 2019/20. „Es ist der vorläufige Tiefpunkt einer seit Jahren nach unten zeigenden Entwicklung“, so die Beobachtung des „Blick“.

Die Zahlen offenbaren eine bittere Wahrheit: Schweizer Talente kommen im Vergleich zu anderen Nationen extrem spät in den Profifussball. Prince sieht darin eine existenzielle Bedrohung. „Es braucht entweder eine gemeinsame Strategie oder man muss sich mittel- bis langfristig von einer starken Nationalmannschaft verabschieden.“

Bonus-malus-system und der italienische vergleich

Bonus-malus-system und der italienische vergleich

Ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Situation sei das Bonus-Malus-System, das den Einsatz von U21-Spielern belohnt – insbesondere für Teams in der Challenge League. Doch Prince betont, dass der entscheidende Hebel in der Super League liegen muss. Er zieht einen Vergleich zu Italien, wo kaum junge Spieler in der Serie A zum Einsatz kommen. „Wenn die grossen Talente nur in der zweit- oder dritthöchsten Liga spielen, reicht das nicht.“ Die Konsequenzen sind offensichtlich: Eine Nationalmannschaft kann nicht aus dem Nichts entstehen, wenn ihre jungen Talente keine Chance im Profifussball bekommen.

Die Situation ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Es braucht den politischen Willen und die Bereitschaft der Super League-Klubs, auf junge Talente zu setzen und in deren Entwicklung zu investieren. Andernfalls könnte die Schweiz bald eine bittere Lektion lernen – und das italienische Schicksal teilen. Eine Investition in die Jugend ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft des Schweizer Fussballs.