Pogacar triumphiert in lüttich – seixas' angriff verpufft!
Tadej Pogacar hat seine absolute Dominanz im belgischen Frühling eindrucksvoll untermauert und sich auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich durchgesetzt. Der slowenische Weltmeister distanzierte den jungen Franzosen Paul Seixas in einem packenden Finale und feierte damit seinen dritten Sieg in Serie und den vierten Gesamtsieg bei „La Doyenne“. Ein Rennen voller Dramatik, das nun Pogacars Namen tiefer in die Geschichte dieses Klassikers schreibt.
Der schatten von munoz – ein sieg der würde
Pogacars Triumph war jedoch von Trauer überschattet. Er widmete seinen Sieg seinem ehemaligen Teamkollegen Cristian Munoz, der am Freitag bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Ein bewegender Moment, der die sportliche Leistung in den Hintergrund treten ließ, aber Pogacars Entschlossenheit und Charakter unterstrich. „Dieser Sieg ist für Cristian“, erklärte Pogacar sichtlich gerührt im Ziel.

Evenepoel patzt, seixas zeigt kampfgeist
Die Ambitionen von Titelverteidiger Remco Evenepoel scheiterten bereits früh am Berg. Der belgische Superstar, der sich in den letzten Wochen in starker Form präsentierte, fand an diesem Tag nicht zu seinem gewohnten Spiel und landete auf einem enttäuschenden dritten Platz, 1:18 Minuten hinter Pogacar. Paul Seixas hingegen bewies, dass er kein Zufallsprodukt ist. Der 19-jährige Franzose hielt bis zum letzten Anstieg an Pogacars Hinterrad fest und zeigte damit, dass er in Zukunft eine ernstzunehmende Bedrohung für den Slowenen darstellen könnte. Es war ein beeindruckender Auftritt des „Wunderkinds“, das dem Rennen eine zusätzliche Spannung verlieh.

Pogacars strategie – angriff auf der redoute
Wie bereits in den vergangenen Jahren griff Pogacar auf der Côte de la Redoute an, dem berüchtigten Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,4 Prozent. Nur Seixas konnte dem Angriff des Slowenen zunächst standhalten. Doch die Kraft des jungen Franzosen schwand in den letzten Kilometern, und Pogacar setzte sich schließlich entscheidend ab. „Ich habe gewusst, dass die Redoute der richtige Moment ist“, sagte Pogacar nach dem Rennen. „Ich habe versucht, so hart wie möglich zu fahren und Seixas unter Druck zu setzen.“

Merckx im blickfeld – pogacar auf rekordjagd
Mit seinem 112. Profisieg verkürzte Pogacar seinen Rückstand auf den fünfmaligen Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich, Eddy Merckx, weiter. Der Slowene hat nun noch Paris-Roubaix vor sich, das ihm als einziger Monument fehlt. Ob er Merckxs Rekord von 19 Monument-Siegen übertreffen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Tadej Pogacar ist derzeit der unangefochtene König des Radsports.