Olympia-desaster für schweden: langlauf-staffel erlebt debakel in tesero

Schwedische langlauf-staffel stürzt ab – presse reißt team in stücke

Tesero – Ein sportliches debakel der schwedischen Männer-Langlaufstaffel überschattete die Olympischen Spiele in Tesero. Nach einer enttäuschenden Leistung, die das Team auf den letzten Platz katapultierte, entfachte die schwedische Presse eine heftige Kritikwelle. Der Abstand zum Sieger war enorm, und die Stimmungslage sowohl im Team als auch in der Öffentlichkeit sank ins Bodenlose. Es war ein Tag, den die schwedischen Langläufer und ihre Fans wohl so schnell nicht vergessen werden.

Ein albtraum wird wirklichkeit: letzter platz mit deutlichem rückstand

Ein albtraum wird wirklichkeit: letzter platz mit deutlichem rückstand

Als Edvin Anger auf die Zielgerade einbog, war kein Konkurrent in Sichtweite. Was normalerweise ein Zeichen für einen sicheren Sieg wäre, wurde für die schwedische 4x7,5 Kilometer-Staffel zur schmerzhaften Bestätigung eines Albtraums. Anger erreichte das Ziel als Zehnter und Letzter mit einem Rückstand von fast 45 Sekunden. Die schwedische Zeitung Aftonbladet sprach von einem „riesigen Fiasko“. Die Enttäuschung war greifbar und hallte durch das gesamte Team und die Nation.

„Vermisstenanzeige“ für die schwedische staffel

Aftonbladet ging sogar so weit, eine Art „Vermisstenanzeige“ zu schalten. Ein Bild der vier Athleten – Edvin Anger, Johan Häggström, Calle Halfvarsson und William Poromaa – wurde mit der Bildunterschrift veröffentlicht: „Hat irgendjemand die schwedische Staffel gesehen?“ Bereits der Startläufer Häggström hatte beim ersten Wechsel als Letzter mit über 30 Sekunden Rückstand auf den späteren Olympiasieger Norwegen übergeben. Dieser Abstand wuchs im Laufe des Rennens auf über dreieinhalb Minuten an.

„Peinlich und beschämend“: star-langläufer halfvarsson gesteht schwäche

Calle Halfvarsson äußerte sich nach dem Rennen offen und ehrlich: „Das ist peinlich. Man schämt sich da draußen. Gleichzeitig muss man versuchen, alles zu geben. Ich gebe mein Bestes, aber es passiert nichts.“ Der Sender SVT Sport bezeichnete den Tag als einen „Albtraum-Tag“ und einen „riesigen Reinfall“. Für Schweden, eine traditionell erfolgreiche Langlaufnation (nach Norwegen zweitmeistfache Goldmedaillengewinner), war das Ergebnis eine bittere Pille. Die Erwartungen waren hoch, doch die Realität sah anders aus.

Materialprobleme als ursache? wachsmeister fehlt krankheitsbedingt

Die Frage nach den Ursachen für das debakel steht im Raum. Halfvarsson vermutete Probleme mit dem Material: „Wenn man nicht genauso gutes Material wie die Besten hat, ist es vorbei.“ Der eigentliche Wachsmeister, Anders Svanebo, fehlte krankheitsbedingt, und sein Ersatz, Mattias Berglund, übernahm die Verantwortung für die schlechte Vorbereitung der Ski. Er gestand im Interview mit SVT Sport, dass seine Leistung „furchtbar“ gewesen sei.

Krisensitzung und forderung nach konsequenzen: „köpfe müssen rollen“

Nach dem Rennen wurde eine Krisensitzung einberufen. Ein Autor von Aftonbladet forderte in einem Kommentar drastische Konsequenzen: „Wir sind heute mit Abstand die Schlechtesten der Welt.“ Er forderte sogar die Auflösung der schwedischen Nationalmannschaft. Eine Umfrage des Aftonbladet ergab, dass rund 75 Prozent der Leser die Auflösung befürworten, wobei über die Hälfte der Befürworter zuerst eine gründliche Analyse forderten. Die Stimmung in Schweden ist gedrückt, und die Verantwortlichen stehen vor großen Herausforderungen.