Nati bereitet sich auf heim-wm vor: loshi führt erste trainingswoche an
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft nimmt die Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft 2026 in Zürich und Fribourg ernst. Ab dem 14. April 2026 beginnt ein intensiver vierwöchiger Trainingslehrgang, der mit einer ersten Phase in der Slowakei startet. Nationaltrainer Patrick Fischer hat bereits ein Aufgebot nominiert, das sowohl etablierte Kräfte als auch vielversprechende Talente vereint – ein klares Signal, dass die Ambitionen für das Turnier groß sind.

Fokus auf systemoptimierung und teamgeist
Unter dem Motto „Our Home. Our Time.“ peilen die Schweizer das prestigeträchtige Turnier an. Während die National-League-Playoffs in vollem Gange sind, wartet auf die Nati ein straffes Programm: Auftritte in der Euro Hockey Tour in Tschechien und Schweden, sowie zwei Testspiele – eines in der Slowakei und eines in Biel gegen Ungarn. Fischer betonte nach den Olympischen Spielen, dass die Optimierung des Systems und die Stärkung des Teamgeists oberste Priorität haben. Jeder Spieler hat nun die Chance, sich durch Einsatz und Leidenschaft zu empfehlen.
Bemerkenswert ist die Nominierung von zwei jungen Prospects: Niklas Blessing (EHC Biel-Bienne), der jüngste Spieler im Kader, und Miles Müller (HC Ambri-Piotta). Ihre Integration in die A-Nationalmannschaft unterstreicht den Willen, frischen Wind zu bringen und die Zukunft des Schweizer Eishockeys zu sichern. „Eine Heim-WM ist etwas Besonderes, die Vorfreude ist riesig“, so Fischer, der darauf hinweist, dass die positive Energie genutzt werden muss, um von Beginn an fokussiert zu arbeiten.
Der Trainerstab, der bereits bei der letztjährigen WM und den Olympischen Spielen eine wichtige Rolle spielte, steht Fischer erneut zur Seite. Jan Cadieux konzentriert sich auf die Offensive, Marcel Jenni und Rikard Franzén auf die Defensive. Franzén wird sich dem Team anschließen, sobald sein Engagement bei Fribourg-Gottéron abgeschlossen ist. Thomas Bäumle betreut die Torhüter, Benoît Pont die Videoanalyse und Stefan Schwitter ist als Performance Coach im Einsatz. Die Unterstützung durch Paul DiPietro, ehemaligen Schweizer Nationalspieler und Stanley-Cup-Sieger, als Skills Coach in den ersten beiden Wochen, ist ebenfalls von unschätzbarem Wert.
Die Heimspiele gegen Ungarn in der Tissot Arena in Biel am 23. und 24. April 2026 sind die einzigen Vorbereitungspartien auf Schweizer Boden und bieten somit eine einmalige Gelegenheit für die Fans, die Mannschaft zu unterstützen. Die Erinnerungen an die beiden Testspielsiege gegen Russland im Mai 2021 (3:1 und 1:0) sollten dabei als zusätzliche Motivation dienen.
Das Aufgebot für die erste Trainingswoche ist eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten, die das Potenzial haben, das Team in den kommenden Jahren zu prägen. Mit Leonardo Genoni, Dominik Egli, Grégory Hofmann und Ken Jäger stehen erfahrene Kräfte bereit, die bereits bei der Silbermedaille in Herning und Stockholm eine wichtige Rolle spielten. Romain Loeffel, Tristan Scherwey, Gaëtan Haas, Fabrice Herzog und Calvin Thürkauf bringen wertvolle internationale Erfahrung mit.
Die kommende Woche in der Slowakei wird zeigen, welche Spieler sich am besten integrieren und wer sich für die finalen WM-Vorbereitungsphasen empfehlen kann. Die Zeichen stehen auf eine erfolgreiche und spannende Vorbereitungszeit – und auf eine Heim-WM, die in die Schweizer Eishockeygeschichte eingehen wird.