Manzi: „halbe saison für superbike-potenzial nötig“
Rimini, Italien – Für Stefano Manzi, den amtierenden Supersport-Weltmeister, ist der Umstieg in die Superbike-Weltmeisterschaft eine echte Herausforderung. Nach schwierigen ersten Rennen in Phillip Island und Portimão räumt der Yamaha-Pilot ein, dass er noch Zeit benötigt, um sein volles Potenzial auszuschöpfen. Ein halbes Jahr, so seine Einschätzung, wird er brauchen, um sich vollständig zu akklimatisieren und mit der R1 wirklich harmoniert.
Die suche nach dem richtigen setup
Die Pre-Season war alles andere als ideal für Manzi. Das Wetter machte den Teams zu schaffen und die wenigen Testtage reichten bei Weitem nicht aus, um das optimale Setup für die Yamaha R1 zu finden. „Die Bedingungen waren schwierig, nur 20 Runden in vier Tagen – das ist nicht viel“, erklärt Manzi. „Das hat uns etwas die Richtung genommen. Wir müssen einfach mehr Daten sammeln und die Maschine besser verstehen.“
Ein Titel als Sprungbrett Der Gewinn der Supersport-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr war zweifellos ein Meilenstein in Manzis Karriere. Der Titel ermöglichte ihm den Aufstieg in die Superbike-Weltmeisterschaft, eine Chance, die er mit Yamaha gemeinsam ergreifen konnte. „Yamaha unterstützt mich seit 2023, als ich zu ihnen kam. Sie haben mir geholfen, mich weiterzuentwickeln und meine Ziele zu erreichen. Der Aufstieg in die Superbike-WM war die logische Konsequenz, und ich bin dankbar für diese Chance.“
Die Partnerschaft mit Yamaha geht über die aktuelle Saison hinaus: Manzi hat einen Fünf-Jahres-Vertrag und die gemeinsamen Ziele sind klar definiert. „Yamaha hat eine klare Strategie, junge Talente zu fördern und in die Superbike-WM zu bringen. Ich bin Teil dieses Plans und wir werden gemeinsam hart arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen.“

Mehr als nur fahrkönnen
Manzi blickt auf seine bisherige Karriere zurück und betont die Bedeutung von Professionalität und Fokus. „In jungen Jahren habe ich mich manchmal etwas verzettelt, aber ich habe daraus gelernt. Konzentration und Disziplin sind entscheidend, um im Motorrennsport erfolgreich zu sein. Es geht nicht nur darum, schnell zu fahren, sondern auch darum, hart zu arbeiten und sich ständig zu verbessern.“
Er erinnert sich an seine Zeit mit Francesco Bagnaia in der Moto2-Klasse: „Bagnaia war schon damals außergewöhnlich. Er hatte eine unglaubliche Arbeitsmoral und ein Talent, das man sofort erkennen konnte. Es ist kein Zufall, dass er heute in der MotoGP Weltmeister ist.“
Obwohl die jüngeren Fahrer heute oft sehr fokussiert sind, vermisst Manzi manchmal den Spaß, den er früher am Rennsport hatte. „Die Jungs sind heutzutage sehr professionell, manchmal sogar noch mehr als wir Profis. Es ist wichtig, dass sie sich nicht zu sehr unter Druck setzen und den Spaß am Fahren nicht vergessen.“
Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Manzi seinen Fokus behalten und seine Leistung steigern kann. Bis zum Sommer wird er hart arbeiten, um das Beste aus sich und seiner Yamaha R1 herauszuholen. Die Superbike-Weltmeisterschaft hat einen neuen Herausforderer – und Stefano Manzi ist fest entschlossen, sein Potenzial zu entfalten.
