Manzi gesteht: „erst nach der sommerpause fahre ich zur höchstform auf“

Regen, Verletzung, RückstandStefano Manzi startet seine Superbike-Rookie-Saison mit dem Handicap eines Wintermarathons, der nie stattfand. Der amtierende Supersport-Weltmeister rechnet offen damit, dass er „mindestens die Hälfte der Saison“ braucht, um seine Yamaha R1 zum Singen zu bringen.

20 Trockene runden – das war’s

Die Rechnung klang einfach: Titelgewinn in der WorldSSP, direkter Aufstieg ins WorldSBK, dazu der fünfjährige Yamaha-Vertrag als Schutzschild. Doch das Motorrad-Universum ließ die Karten neu mischen. „Vier Testtage – zwei davon komplett nass, einmal bin ich in Australien gestürzt. Ergebnis: 20 trockene Runden auf dem Buch“, sagt Manzi mit einem trockenen Lachen, das mehr Frust als Amüsement verrät.

Phillip Island und Portimão lieferten dem 27-jährigen Italiener eine realitätsnahe Standortbestimmung: 18. und 15. im ersten Rennen, danach Krücken statt Champagner. „Ich bin mit gebrochenen Rippen gestartet – nicht die ideale Einstimmung, wenn die Konkurrenz schon tausende Kilometer in den Knochen hat“, erzählt er im Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt.

Keine zeit für quickfixes

Keine zeit für quickfixes

Die SBK ist kein Kindergarten mehr. Seit 2026 gilt die nächste Ära: Fast-Event-Format, noch dichtere Startfelder, ein einziger verregneter Testtag kann die Saison verderben. „Früher konntest du dir mit einem guten Setup-Tag alles erarbeiten. Heute ist jeder Kilometer Gold, und wir haben ihn verschenkt“, sagt Manzi.

Sein Plan: bis zur Sommerpause in Frankreich (September) schrittweise an die Spitze heranfahren. „Ab da will ich in Q2 stehen und um die Top-8 mitkämpfen. Alles andere wäre Selbstbetrug.“

R9-tricks funktionieren nicht auf der r1</h2<p>die <strong>r9</strong>, mit der er 2025 in estoril den ssp-krönungsfeierlichkeiten lauschte, lässt sich nach eigenen worten „wie ein aufgezogener windhund“ durch die schikanen jagen. die <strong>r1</strong> dagegen verlangt nach präzision auf millennium-niveau. „mehr hubraum bedeutet nicht automatisch mehr spielraum. die 1000er bestraft jeden millimeter zu viel eingangsgas, das musst du im körper haben“, erklärt er.</p><p>sein ten-kate-background hilft. „die jungs wissen, wie man weltmeister baut. aber selbst die köche brauchen zutaten – und die fehlen uns momentan auf dem grill.“</p><h2>tipp an youngster: spaß nicht vergessen

R9-tricks funktionieren nicht auf der r1die r9, mit der er 2025 in estoril den ssp-krönungsfeierlichkeiten lauschte, lässt sich nach eigenen worten „wie ein aufgezogener windhund“ durch die schikanen jagen. die r1 dagegen verlangt nach präzision auf millennium-niveau. „mehr hubraum bedeutet nicht automatisch mehr spielraum. die 1000er bestraft jeden millimeter zu viel eingangsgas, das musst du im körper haben“, erklärt er.

sein ten-kate-background hilft. „die jungs wissen, wie man weltmeister baut. aber selbst die köche brauchen zutaten – und die fehlen uns momentan auf dem grill.“

tipp an youngster: spaß nicht vergessen

Manzi blickt zurück auf seine Moto2-Zeit mit Francesco Bagnaia. „Pecco war schon damals ein Uhrwerk. Ich habe mich in der Jugend verloren, er nicht. Das ist der Unterschied zwischen fast gut und Weltmeister.“

Sein Rat an Talente: „Professionalität, klar. Aber wenn du dich morgens nicht mehr freust, aufzustehen, lass es bleiben. Der Druck kommt von allein, den braucht man nicht vorverlegt.“

Bei Yamaha schätzt man seine Ehrlichkeit. „Wir haben einen Langstreckenlauf vor uns, keinen Sprint“, sagt ein Teamingenieur. Die nächsten Messpunkte: Misano, Donington, Most. Dort will Manzi zeigen, dass er nicht nur ein Eintagschampion ist.

Die Saison ist jung, die Rippen heilen, die R1 wartet. Und Manzi? Der gibt sich keine Panik. „Ich bin kein Zauberer, aber ich kenne mein Tempo. Wenn der Knoten platzt, wird es laut.“