Kreuzband-abbruch in schaffhausen: castroman fehlt bis saisonende

Kapitan Miguel Castroman wird dem FC Schaffhausen bis zum Sommer fehlen – ein Kreuzbandriss im rechten Knie macht den 30-Jährigen für den Rest der Promotion-League-Saison unbrauchbar. Der Mittelfeldstratege zog sich die Verletzung am Mittwoch im Training zu, wie der Verein mitteilte.

Castroman war sofort führungsspieler, blieb aber blass

Castroman war sofort führungsspieler, blieb aber blass

Nach seinem Abgang aus Thun, wo er 2023 mit vier Treffern und sieben Vorlagen zur Aufstiegs-Saison beigetragen hatte, landete Castroman im Sommer auf Umwegen in der 2. Liga. In Schaffhausen bekam er sofort das Armband – doch die Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück: in 19 Partien erst drei Torbeteiligungen, kein einziger Sieg in den letzten fünf Spielen.

Der FC Schaffhausen liegt auf Rang neun, sieben Punkte hinter Leader Stade Lausanne. Die direkte Rückkehr in die Challenge League rückt damit in weite Ferne. Ohne ihren Spielführer fehlt den Schaffhausern nun ein Organisator, der die jungen Akteure auf dem Platz stutzt und Standards klärt. Trainer Patrick Lämmle muss in den letzten elf Spielen auf eine Mischung aus Erfahrung und Jugend setzen – ein Risiko, das sich in der englischen Woche bereits zeigte, als das Team gegen Yverdon zwei Tore nach Standards kassierte.

Castroman selbst hatte erst im Januar betont, er wolle „mit Schaffhausen wieder nach oben“. Die Saison ist damit für ihn vorzeitig beendet, der Vertrag läuft aber bis 2025. Ob er nach der sechsmonaten Reha erneut das Trikot überstreift, wird vom sportlichen Verlauf abhängen – und davon, ob der Klub die nötige Medizin- und Fitnessabteilung aufbaut, die solche Langzeitverletzten wieder auf die Beine bringt.

Für den FC Schaffhausen ist es bereits die zweite Hiobsbotschaft innerhalb von zwei Wochen: Zuvor fiel Innenverteidiger Jan Bamert mit einer Syndesmoseseinriss aus. Die Verletztenliste umfasst nun fünf Stammkräfte – ein Keller, der sich im Abstiegskampf rächt. Die Tabelle lügt nicht: Wer so viele Leistungsträger verliert, verliert auch den Anschluss.