Kings-foul wirft tanking-verdacht auf – green fordert harte strafen
Das Chase Center tobte, die Uhr tickte runter – und Sacramento schenkte den Sieg her. Mit 2:57 Minuten auf der Anzeige foulten die Kings Seth Curry abseits des Balls, obwohl sie bereits in der Penalty lagen. Vier kostenlose Punkte für Golden State, Spiel gedreht, Twitter explodiert.
Die Aktion war so offensichtlich, dass selbst Zuschauer ohne Tiefgang sofort die Hand vor den Kopf schlugen. Headcoach Brown starrs lediglich aufs Parkett, als hätte jemand vergessen, ihm mitzuteilen, dass der Wettbewerb noch läuft. Die Kings kassierten anschließend 1:11 Minuten keinen einzigen Korberfolg – und verloren mit 122:127.
Draymond green reicht es: „bestraft sie endlich“
Im Mixed-Zone brodelte Draymond Green. „Ich hab gesehen, wie sie Seth drei Minuten vor Ende einfach foulen, obwohl der Ball woanders ist. In der Penalty! Das ist Respektlosigkeit gegenüber dem Spiel“, schäumte der Forward. Sein Fazit: „Wenn ich mich falsch verhalte, kostet mich das 25.000 Dollar. Wenn ein Team offen absichtlich verliert, passiert nichts. Das muss sich ändern.“
Green forderte die NBA auf, endlich zu liefern: „Ich will saftige Strafen, Draft-Picks abziehen, Geldstrafen in Millionenhöhe. Alles andere ist Augenwischerei.“ Dabei zog er auch das Play-in ins Zwielicht: „Mehr Teams behalten theoretisch Hoffnung, deshalb tanken sie eben nicht offen bis April. Das versteckt das Problem nur – und verdirbt das Produkt.“
Die Liga selbst schwieg bislang. Offiziell liegt kein Ermittlungsverfahren vor. Unoffiziell kursiert in Agentenkreisen, dass die Kings seit Wochen mit einem Top-4-Lottery-Pick liebäugeln, um ihmen Rebuild mit einem zweiten Franchise-Spieler neben De’Aaron Fox zu beschleunigen.

Die zahlen, die die kings verraten
Seit dem All-Star-Break liegt Sacramentos Offensive bei 108,9 Punkten pro 100 Possessions – Platz 27 der Liga. Die Defense ist sogar noch schlechter: 119,2 Punkte, Platz 29. Noch aussagekräftiger: In den letzten fünf Partien verloren die Kings vier Mal, dreimal mit einem Punkteunterschied von fünf oder weniger. Genau die Margen, bei denen ein einziges unnötiges Foul reicht, um die Wende zu suggerieren.
Booker in Vegas reagierten sofort. Die Line für Sacramento-Siege bis Saisonende fiel von 7,5 auf 6,5 – trotz eines vergleichsweise leichten Restprogramms. „Die Wettmärkte sind das einzige, was schneller als Twitter ist“, spottete ein Trader über die Nachfrage auf Under 6,5.
Für die Kings selbst bleibt nach dem Vorfall nur das übliche Sprechblasen-Script. „Wir haben gespielt, um zu gewinnen“, sagte Assistant Coach Jordi Fernández nach dem Game. „Manchmal passieren Fouls.“ Doch genau diese Worthülsen haben die Fans satt. Die Arena in Sacramento war beim letzten Heimspiel nur zu 86 Prozent gefüllt – der niedrigste Wert seit 2017.
Die NBA muss handeln, bevor der Verdacht zur Gewissheit wird. Denn eines ist klar: Wenn ein Team im Rennen um die Play-In-Plätze in der Schlussphase freiwillig auf Sieg verzichtet, ist das nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Konkurrenten – es ist ein Eigentor für die gesamte Liga. Die Fans merken es, die Spieler merken es, und die Buchmacher kassieren fette Gewinne. Die Rechnung zahlt am Ende nur der Sport.
