Giulia murada jagt bei olympia-debüt im skibergsteigen historische medaille

Olympia-premiere für skibergsteigen: spannung in bormio

Bormio – Die 27-jährige Giulia Murada steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina. Ihr Sport, das Skibergsteigen, feiert seine Premiere im olympischen Programm, und die Erwartungen an Murada sind entsprechend hoch. Sie hat sich durch konstant gute Leistungen im Weltcup vorbereitet und will nun eine Medaille gewinnen.

Muradas weg an die spitze

Muradas weg an die spitze

Die Athletin aus dem Veltlin hat in der Weltcup-Saison 2025/26 eine beeindruckende Form gezeigt. Zwei aufeinanderfolgende Podestplätze im Sprintformat – in Solitude und Courchevel – unterstreichen ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Ihre vielseitige sportliche Vergangenheit, beginnend mit der Berglaufdisziplin und der Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft in Arco di Trento im Jahr 2016, hat sie optimal vorbereitet.

Frühe erfolge im skibergsteigen

Frühe erfolge im skibergsteigen

Bereits im Alter von 12 Jahren begann Murada, inspiriert von ihrem Vater, mit dem Skibergsteigen. 2012 nahm sie an ihren ersten Wettkämpfen teil. Die ersten Erfolge stellten sich schnell ein: 2014 die Silbermedaille bei der Junioren-Europameisterschaft, 2017 der Junioren-Weltmeistertitel, 2019 der zweite Platz beim Mezzalama und der erste Podestplatz im Weltcup. 2021 folgten zwei Goldmedaillen bei den U23-Weltmeisterschaften.

Der einfluss des vaters

Giulia Murada verdankt viel ihrem Vater Ivan, einem ehemaligen Skibergsteiger, der seit ihrer Kindheit ihr Trainer ist. “Mein Vater ist schon immer mein Trainer gewesen, ohne ihn wäre ich nicht hier”, betont sie. Er investiert ebenso viel Zeit und Energie in ihren Erfolg. Murada beschreibt die Berge als eine Art biologische Notwendigkeit und findet ihre Leidenschaft im Aufstieg.

Mehr als nur skibergsteigen: die leidenschaft für den radsport

Auch abseits der schneebedeckten Gipfel ist Murada aktiv. Im Sommer fährt sie etwa 5000 Kilometer mit dem Fahrrad. Der Radsport kam ins Spiel, nachdem eine Verletzung ihr das Laufen unmöglich machte. Es bietet eine ideale Möglichkeit, ihre Ausdauer zu trainieren, ohne die Gelenke zu belasten. Ihre Herangehensweise an den Sport ist methodisch und präzise, sie legt Wert auf eine perfekte Vorbereitung.

Mentale stärke und der umgang mit druck

Murada arbeitet intensiv an ihrer mentalen Stärke, um den Druck zu bewältigen. Was früher als Druck empfunden wurde, sieht sie heute als Energie und Motivation. Sie konzentriert sich auf die Perfektion der Vorbereitung und die Freude am sportlichen Wettkampf. Das Gefühl, den Gipfel zu erreichen, ist für sie unbezahlbar, selbst wenn es mit Anstrengung verbunden ist.

Muradas erfolgsbilanz im überblick

JahrErgebnis
2014Silbermedaille Junioren-Europameisterschaft
2017Junioren-Weltmeistertitel
20192. Platz Mezzalama
20212 Goldmedaillen U23-Weltmeisterschaften