Giro d’italia: stork verpasst rosa trikot knapp – massensturz überschattet rennen

Burgas – Ein dramatischer Tag auf dem 109. Giro d’Italia! Florian Stork vom Team Tudor Pro Cycling kämpfte sich bis auf wenige Sekunden an die Spitze, musste sich im Zielsprint jedoch dem uruguayischen Sprinter Guillermo Thomas Silva geschlagen geben. Ein chaotischer Massensturz, der zahlreiche Top-Fahrer betraf, sorgte für zusätzliche Spannung und veränderte das Klassement grundlegend.

Vingegaard im kampf, aber ohne erfolg

Der dänische Giro-Favorit Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike), der nach seinen Triumphen bei der Tour de France und der Vuelta auch die dritte große Landesrundfahrt gewinnen will, blieb zwar vom Massensturz verschont, konnte sein hohes Tempo in der Schlussphase jedoch nicht halten und wurde vom Feld gestellt. Er erreichte das Ziel zeitgleich mit dem Sieger, liegt in der Gesamtwertung aber mit zehn Sekunden Rückstand auf dem 16. Rang.

Die 221 Kilometer lange Etappe von Burgas nach Weliko Tarnowo war von Beginn an von Anspannung geprägt. Ein verheerender Massensturz 22 Kilometer vor dem Ziel, ausgelöst durch einen Sturz in einer langgezogenen Rechtskurve im strömenden Regen, zwang die Organisatoren zu einer vier Kilometer langen Neutralisierung. Mehr als 20 Fahrer waren in den Crash verwickelt, darunter namhafte Sprinter und Anfahrer wie Adam Yates (UAE Team Emirates-XRG) und Derek Gee-West (Lidl-Trek). Der Australier Jay Vine (UAE Team Emirates-XRG) wurde schwer verletzt und musste in einem Krankenwagen abtransportiert werden. Ein Schock für das gesamte Peloton!

Stork kämpft, silva triumphiert

Stork kämpft, silva triumphiert

Florian Stork zeigte jedoch eine beeindruckende Leistung. Er positionierte sich im Feld optimal und kämpfte in der entscheidenden Phase um den Sieg. Nur vier Sekunden fehlten ihm am Ende, um das Rosa Trikot des Gesamtführenden zu erobern. Guillermo Thomas Silva nutzte den Moment und setzte zum entscheidenden Angriff an, den Stork trotz aller Anstrengungen nicht mehr abwehren konnte. Der Uruguayer übernahm damit auch die Gesamtführung des Giro d’Italia von Paul Magnier (Soudal Quick-Step).

Die dritte Etappe führt am Sonntag von Plowdiw in die bulgarische Hauptstadt Sofia und verspricht weitere spannende Rennen. Die Strecke über 175 Kilometer mit einer Bergwertung der zweiten Kategorie und zwei Sprintwertungen wird sicher wieder alles mobilisieren. Am Montag erfolgt der Transfer nach Italien, wo die Grande Partenza weitergeht.

Die Zahl der verletzten Fahrer nach dem Massensturz ist noch nicht vollständig bekannt, aber eines ist klar: Der 109. Giro d’Italia wird in die Geschichte eingehen – nicht nur wegen der sportlichen Leistungen, sondern auch wegen der dramatischen Ereignisse auf der Strecke. Die Verletzung von Jay Vine ist ein tiefer Schlag für sein Team und die gesamte Rennszene.