Ex-udinese-star floro flores: vom spieler zum gefeierten coach!

Ein unerwarteter Aufstieg, ein Neuanfang auf der Bank und eine Leidenschaft, die stärker ist als je zuvor: Antonio Floro Flores hat es geschafft. Der ehemalige Fußballprofi, der seine Karriere bei Klubs wie Napoli, Udinese und Genoa verbrachte, feiert mit Benevento den Aufstieg in die Serie B und scheint endlich seinen Platz im Fußball gefunden zu haben – nicht mehr als Spieler, sondern als Coach.

Die suche nach vollendung: vom inkompletten zum mentor

Die suche nach vollendung: vom inkompletten zum mentor

Lange Zeit nagte ein Gefühl der Unvollständigkeit an Floro Flores. Als Spieler verpasste er es, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Doch nun, mit 42 Jahren, scheint er den Schlüssel zum Erfolg gefunden zu haben: die Entwicklung junger Talente. „Ich habe verstanden, dass ich jungen Spielern etwas mitgeben kann, ihnen helfen will, die Fehler zu vermeiden, die ich selbst gemacht habe“, erklärt er in einem exklusiven Interview.

Seine Reise begann in schwierigen Zeiten, zwei enttäuschende Saisons ließen ihn an seiner Zukunft im Fußball zweifeln. Doch statt aufzugeben, entschied er sich, seine Erfahrungen weiterzugeben. Ein Treffen mit Pasquale Foggia veränderte alles. „Ich wusste nicht, ob der Fußball noch meine Welt ist, aber ich wollte mit jungen Leuten arbeiten.“ Das, was folgte, überstieg seine kühnsten Erwartungen.

Die Jugend im Fokus: Ein Vertrauensvorschuss zahlt sich aus

Innerhalb weniger Monate katapultierte ihn der Präsident Oreste Vigorito von der U17 in die Zweite Mannschaft. Ein gewagter Schritt, der sich auszahlt. Floro Flores setzt auf junge Spieler wie Prisco, Carfora, Pierozzi und Talia – und gibt ihnen die Chance, sich zu beweisen. „Sie brauchen Vertrauen. Fehler sind erlaubt, solange sie daraus lernen.“ Diese Philosophie unterscheidet ihn von vielen anderen Trainern in Italien, wo junge Spieler oft schon bei kleinem Fehlern vom Platz gestellt werden.

Der Aufstiegskampf war hart, aber der Sieg gegen Atalanta U23 markierte den Wendepunkt. „In den Augen der Jungs habe ich eine Mannschaft gesehen, die lebt und kämpft.“ Statt motivierende Reden zu halten, überraschte Floro Flores seine Mannschaft vor dem entscheidenden Spiel gegen Salernitana mit einer einfachen Anekdote. Ein bewährter Trick, um die Nerven zu beruhigen und den Fokus zu wahren.

Er blickt auf seine Zeit bei Zeman, Sarri und Conte zurück. „Zeman hat mich am meisten geprägt“, gesteht er. Doch er lernt auch von anderen, wie Fabregas, dessen Mut ihn beeindruckt, und Spalletti, der stets bereit ist, sich weiterzuentwickeln.

Sein Sohn spielt mittlerweile in der Jugendabteilung der Fiorentina. „Ich sage ihm, er soll meine Fehler nicht wiederholen, immer kämpfen, auch wenn er weniger spielt, und keine Angst vor Fehlern haben.“

Ein Blick in die Zukunft: Ambitionen und Leidenschaft

Wo sieht Floro Flores Benevento in zwei Jahren? „Ich bin ehrgeizig“, sagt er mit einem Lächeln. „Ich möchte die jungen Spieler fördern, ein unterhaltsames Team aufstellen und den Fans Emotionen schenken. Und natürlich: in der oberen Hälfte der Tabelle stehen.“