Draisaitl kämpft mit jetlag, blickt aber optimistisch auf olympia

Draisaitl nach ankunft in mailand: jetlag ist ein thema

Leon Draisaitl, Deutschlands Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina 2026, hadert mit den Folgen seiner langen Reise. Nach der Eröffnungsfeier kämpft der Eishockey-Superstar mit Jetlag. “Ich bin seit fünf Uhr wach”, berichtete der 30-Jährige am Samstag auf einer Pressekonferenz. Trotz der Erschöpfung überwiegt die Freude und Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe.

Kurze anreise, große ehre

Die Anreise nach Italien war kurzfristig und lang. Ein Zwölf-Stunden-Flug und die Landung erst am Freitagvormittag in Mailand machten ihm zu schaffen. Dennoch betonte Draisaitl, dass die Erfahrung, die deutsche Fahne tragen zu dürfen, jede Anstrengung wert war. “Anstrengend ist das falsche Wort, weil es sehr schön war. Aber es war viel”, so der Center der Edmonton Oilers.

Olympia als kindheitstraum

Draisaitls Vater, Peter, nahm bereits 1988, 1992 und 1998 an Olympischen Spielen teil und schwärmte ihm stets von der einzigartigen Atmosphäre. “Die Spiele seien mit das Beste, was er erleben durfte”, erinnerte sich der Sohn. Diese positiven Erfahrungen haben seinen Enthusiasmus für Olympia geweckt und ihn zusätzlich motiviert.

Einzelzimmer und teamgeist

Im Olympischen Dorf hat sich Draisaitl für ein Einzelzimmer entschieden, was er als “ganz angenehm” empfindet. In seiner Jugend teilte er sich oft ein Zimmer mit seinen Teamkollegen Frederik Tiffels und Dominik Kahun, die in Mailand ein Zweibettzimmer beziehen. Trotzdem betont er die Bedeutung des Teamgeists.

Spätes eintreffen der nhl-spieler

Die anderen NHL-Spieler werden erst am Sonntag in Italien eintreffen. Das erste gemeinsame Training des kompletten deutschen Olympia-Teams wird voraussichtlich erst am Montag stattfinden. Bis zum ersten Spiel gegen Dänemark am Donnerstag muss sich die Mannschaft schnell finden. “Es ist enorm wichtig, dass wir gut reinkommen”, mahnte Draisaitl.

Harte gegner, große erwartungen

Neben Dänemark trifft Deutschland in der Gruppenphase auf Lettland und den Mitfavoriten USA. “Das werden Brocken, enorm harte Spiele für uns”, erklärte der ehemalige NHL-MVP. Er ist jedoch zuversichtlich: “Ich glaube, wir werden sehr viel Spaß haben.”

Fokus auf das team, nicht auf die person

Draisaitl appellierte an die Öffentlichkeit und seine Mitspieler, sich nicht zu sehr auf seine Person zu konzentrieren. “Es geht hier nicht um mich. Es geht um die Mannschaft. Wir kommen über die Einheit, nicht über die Einzelspieler”, betonte er. Der Teamgeist und die gemeinsame Leistung stehen im Vordergrund.