Bayern dominiert trier: drei matchbälle im blick

München atmete auf, aber nicht begeistert. Der FC Bayern München hat sich gegen die VET-Concept Gladiators Trier im ersten Viertelfinalspiel der BBL-Playoffs mit 101:80 durchgesetzt. Ein Pflichtsieg, zweifellos, aber die Leistung war alles andere als überzeugend – zumindest über weite Teile des Spiels. Jetzt winkt am Dienstag die Chance, die Serie vorzeitig zu entscheiden.

Trier wehrt sich, bayern zieht im schlussabschnitt das tempo an

Trier wehrt sich, bayern zieht im schlussabschnitt das tempo an

Die Trierer, gerade erst über das Play-in-Turnier in die K.O.-Runde gerutscht, zeigten eine bemerkenswerte Moral. Bis zum dritten Viertel hielten sie den Anschluss, angeführt vom erfahrenen Maik Zirbes, der mit seiner Erfahrung versuchte, dem jungen Team Stabilität zu verleihen. Urald King steuerte 18 Punkte bei, aber es reichte nicht, um die Bayern-Maschine wirklich in Bedrängnis zu bringen.

Der Unterschied machte letztlich die individuelle Klasse. Andreas Obst, der verdiente MVP der Hauptrunde, übernahm die Führung in den entscheidenden Momenten und erzielte 24 Punkte. Seine Treffsicherheit, gepaart mit der physischen Überlegenheit der Bayern, ließ Trier im Schlussabschnitt keine Chance mehr. Es war nicht die spielerische Brillanz, die man von einem Top-Team erwartet, aber es war ausreichend, um den ersten Sieg einzufahren.

„Es war nicht so eindeutig, wie das Ergebnis vermuten lässt“, gab Obst nach dem Spiel zu. „Wir mussten uns erst einmal finden und ein paar taktische Anpassungen vornehmen.“ Die Bayern wirkten zunächst etwas verschlafen, aber die Routine und die Qualität des Kaders setzten sich schließlich durch. Die Zuschauer im SAP Garden sahen ein Spiel mit einigen Schwächen, aber am Ende einen verdienten Heimsieg.

Die Aufgabe für Trier bleibt dennoch enorm. Um überhaupt eine Chance im Kampf um den Einzug ins Halbfinale zu haben, müssen sie am Dienstag eine deutlich bessere Leistung zeigen. Bayern hingegen hat die Chance, die Serie bereits im zweiten Heimspiel zu verkünden. Drei Matchbälle – ein komfortabler Vorsprung, aber die Bayern wissen, dass in einer Best-of-five-Serie nichts im Voraus entschieden ist.