Davos vor dem aus? drei gründe, warum fribourg die meisterschaft feiern könnte
Der HC Davos reist zwar mit zwei Matchbällen nach Fribourg, doch die Ausgangslage wirkt angesichts der jüngsten Ereignisse und der beeindruckenden Form der Heimmannschaft alles andere als rosig. Kann Davos noch das Blatt wenden und die Serie umbiegen? Wir beleuchten drei Faktoren, die gegen die Bündner sprechen und Fribourg die Meisterschaft in greifbare Nähe bringen könnten.
Wallmark in topform: der schwedische motor läuft heiss
Lucas Wallmark ist zweifellos der Schlüsselspieler für Fribourg in dieser Finalserie. Trotz eines fragwürdigen Stockschlags gegen Filip Zadina, der mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet wurde, ist der Schwede in herausragender Form. Seine drei Tore und zwei Assists in fünf Spielen unterstreichen seine Bedeutung für das offensive Spiel der Drachen. Seine Entschlossenheit, sein Team zum Titel zu führen, bevor er in Richtung Schweden wechselt, verleiht ihm eine zusätzliche Motivation. Und die Ironie des Schicksals: Er könnte seine letzte Chance auf einen großen Titel vergolden, bevor er ein neues Kapitel in seiner Karriere beginnt.

Julien sprungers mentale stärke: ein fels in der brandung
Während die Spieler auf dem Eis kämpfen, ist es oft die mentale Stärke, die über Sieg und Niederlage entscheidet. Julien Sprunger, der in Fribourg als „Monsieur Gotteron“ verehrt wird, verkörpert genau das. Seine ruhige Ausstrahlung und sein unerschütterliches Selbstvertrauen, selbst in den nervenaufreibendsten Momenten, wirken sich positiv auf das gesamte Team aus. Seine Präsenz in der Verlängerung des siebten Spiels gegen Rapperswil war ein Beweis für seine mentale Stärke. Er wird diese Ruhe und diesen Fokus auch in den kommenden Spielen ausstrahlen und den Druck von seinen Teamkollegen nehmen.

Das momentum: fribourg hat die kontrolle
Playoff-Serien sind oft ein Auf und Ab, ein ständiges Wechselspiel des Moments. Das fünfte Spiel zwischen Davos und Fribourg war ein Paradebeispiel dafür. Fribourg dominierte das erste Drittel, während Davos im zweiten Durchgang die Kontrolle übernahm. Diese Schwankungen können den Ausgang einer Serie entscheiden. Im Moment liegt das Momentum eindeutig bei Fribourg. Die Mannschaft von Roger Rönnberg hat bewiesen, dass sie in der Lage sind, unter Druck zu agieren und den entscheidenden Moment zu nutzen. Sollten die Drachen das sechste Spiel für sich entscheiden, werden sie mit Rückenwind und dem Gefühl der Unbesiegbarkeit in die alles entscheidende siebte Partie gehen.
