Curaçao schockt die welt: kleinstaat träumt vom wm-sieg gegen deutschland!
Houston, Texas – Ein Fußballmärchen nimmt Gestalt an. Curaçao, der kleinste WM-Teilnehmer der Geschichte, steht vor dem Traumcoup gegen Fußball-Deutschland. Livano Comenencia, der 22-jährige Mittelfeldspieler, erzählt die unglaubliche Geschichte, wie er vom Couchpotato zum WM-Helden wurde – und wie sein Team plant, die deutsche Elf zu überraschen.
Ein anruf, der alles veränderte
Comenencia, der in den Niederlanden geboren wurde, spielte in der Jugend von Juventus Turin und ist nun bei Zürich unter Vertrag. Der Anruf kam unerwartet: „Ich lag auf dem Sofa, habe mein Handy in der Hand, und plötzlich klingelt ein unbekanntes Nummer“, berichtet er lachend. Nach einem Rückruf erfuhr er, dass Curaçao ihn für die Weltmeisterschaft in den USA nominieren wollte. Ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte.
„Ich habe natürlich erst mit meinem Vater gesprochen“, so Comenencia. „Wir beide haben geweint, als wir die Nachricht bekamen.“ Die Entscheidung für Curaçao war nicht einfach, da er auch eine Chance mit den Niederlanden gehabt hätte. Doch das Gefühl, Teil dieser historischen Mannschaft zu sein, überwog.

Die deutsche herausforderung: „sie haben keine elf supermänner“
Die Vorfreude auf das erste Spiel gegen Deutschland in Houston ist groß. „Wir sind voller Enthusiasmus“, erklärt Comenencia. „Vielleicht fahren wir sogar mit dem Schulbus ins Stadion – die Bilder werden dann die Runde machen!“ Die Erwartungen sind hoch, aber das Team von Curaçao lässt sich nicht einschüchtern. „Klar, Deutschland ist ein Fußballriese, aber sie haben keine elf Supermänner. Und wer weiß, vielleicht spielen wir ihnen einen Streich, wie Korea 2018.“
Die Stärke von Curaçao liegt in der Einheit. „Wir sind eine Familie“, betont Comenencia. „Und wir haben technisch versierte Spieler, die in wichtigen Jugendabteilungen Erfahrungen gesammelt haben.“ Das Team hat auf dem Weg zur WM einige Hindernisse überwinden müssen: schlechte Spielfelder, Flugprobleme und Kommunikationsschwierigkeiten. Aber sie haben es geschafft.

Juventus-lehrgang und das talent yildiz
Comenencia blickt dankbar auf seine Zeit bei Juventus zurück. „Ich habe dort zwei Jahre in der Serie C als Stammspieler verbracht – eine anspruchsvolle Liga, die nicht besonders technisch ist. In Italien habe ich sofort gelernt, wie wichtig Taktik und Verteidigung sind.“ Er erinnert sich auch an die Trainingseinheiten mit der Profi-Mannschaft und an das Talent Kenan Yildiz: „Ein Freund von mir. Ich habe ihm mal den Ball einen Meter vor dem Tor zugespielt, und er hat drei Gegenspieler umtanzt und einfach reingeschossen. Er ist einer der besten Spieler, die ich je gesehen habe.“
Comenencia verrät, dass er sich mit Allegri trainierte, und die ersten Trainingseinheiten hart waren. „Ich habe da anfangs fast gar keinen Ball berührt.“

Ein traum wird wahr
Livano Comenencias Geschichte ist ein Beweis dafür, dass Träume wahr werden können – auch für einen Spieler aus einem kleinen Karibikstaat. „Es ist der Traum eines Lebens“, sagt er. „Ohne Curaçao hätte ich das niemals erreicht.“ Und wer weiß, vielleicht schreibt Curaçao ja die größte Überraschung der WM-Geschichte.
