Ogazi und reed: sensationssprint-duo rockt die us-college-meisterschaften!
Eugene, Oregon – Die US-College-Meisterschaften haben die Sprintwelt in ihren Grundfesten erschüttert. Zwei Tage nach Ja’Kobe Tharps unglaublichem Hürden-Weltrekord präsentierten sich Samuel Ogazi und Jaiden Reed als neue Shootingstars, deren Leistungen selbst die größten Legenden in den Schatten stellen.
Ogazi kratzt am 400-meter-weltrekord
Der 20-jährige Nigerianer Samuel Ogazi sorgte mit einer atemberaubenden Vorstellung über 400 Meter für Furore. In einer Zeit von 43,38 Sekunden erreichte er nicht nur die viertbeste Zeit der Geschichte, sondern ließ auch die Konkurrenz alt aussehen. Nur Wayde van Niekerk, Michael Johnson und Butch Reynolds waren ihm je in dieser Disziplin voraus. Eine Leistung, die zeigt, dass ein neuer Stern am Sprint-Himmel aufsteigt.

Reed stürmt zur jahresbestzeit über 200 meter
Doch nicht nur Ogazi begeisterte. Jaiden Reed dominierte den 200-Meter-Lauf und sprintete in 19,63 Sekunden zur Jahresweltbestzeit. Damit löste er den etwas jüngeren Australier Gout Gout ab und schrieb Geschichte. Bemerkenswert ist, dass Reed zuvor noch nie die 20 Sekunden Marke unterschritten hatte. Der 21-Jährige aus den Cayman Islands verbesserte nicht nur den College-Rekord von Walter Dix um sechs Hundertstel, sondern demonstrierte auch eine unglaubliche Explosivität und Technik.
Im 100-Meter-Finale landete Reed zwar hinter Kanyinsola Ajayi (9,72 Sekunden) auf dem zweiten Platz, doch auch diese Zeit war beeindruckend. Der starke Rückenwind verhinderte allerdings, dass die Zeiten in die Bestenlisten eingetragen wurden. Ja’Kobe Tharp, der Hürden-Weltrekordler, konnte seine sensationelle Leistung vom Mittwoch nicht ganz wiederholen, zeigte aber dennoch eine herausragende Zeit von 12,90 Sekunden unter leichtem Gegenwind.
Die College-Meisterschaften in Eugene/Oregon werden so in die Geschichte eingehen, als der Moment, an dem eine neue Generation von Sprintern die Welt im Sturm eroberte. Samuel Ogazi und Jaiden Reed haben bewiesen, dass sie zu den größten Talenten gehören und die Sprintszene in den kommenden Jahren prägen werden. Die Frage ist nicht, ob sie die Weltrekorde brechen, sondern wann.
